Ich bin Kuba (Soy Cuba) heute So, 18.09. in ARTE TV von 22:35 – 00:50

von Michail Kalatosov, mit Sergio Corrieri und Salvador Wood
Der 1964 in Kuba gedrehte Film Soy Cuba war eine sowjetisch-kubanische Koproduktion mit Micheil Kalatosow als Regisseur, die kubanischen Filmschauspieler und Mitarbeiter des Films begründeten später einen eigenständigen kubanischen Filmstil. Regisseure wie Tomás Gutiérrez Alea (Der Tod eines Bürokraten – Muerte de un Burócrata, 1964) und Humberto Solás (Lucia, 1968) führten nicht nur unter Cineasten zu einer internationalen Anerkennung des kubanischen Films.

Dr. Ivan Muños Duthil beim Kuba Stammtisch

Dr. Ivan Muños Duthil, Leiter des Germanistikinstituts der Universität Havanna, Catedra Hombold, wird uns am nächsten Stammtisch am 31. August 2016 ab 18:00 im Wirtshaus zur Schießhalle, Waldeggstraße 116, 4020 Linz besuchen.
Wir können dort mit ihm über die österreichisch-kubanischen Beziehungen, die Veränderungen der letzten Monate und mögliche Zusammenarbeit bzw. auch über einen Besuch im Rahmen unserer Kubareise 2017 diskutieren!

Jede Generation hat ihre Besonderheit, auch in Kuba

Der erste Höhepunkt der Aktivitäten der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG) in Oberösterreich fand am Mittwoch, den 27. Juli 2016 im Wirtshaus zur Schießhalle in Linz statt. Julita Lazara González Guerra sprach über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Revolution und ihren Alltag in Kuba.
Ihre Oma hatte keine Chance auf Schulbildung. Sie und die ganze Familie mussten bei reichen Leuten putzen, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Das ist seit der Kubanischen Revolution ganz anders. Julita hatte die Möglichkeit Transportlogistik zu studieren und arbeitet seit Jahren in der kubanischen Gewerkschaft. Durch die hervorragende und kostenlose medizinische Versorgung, hatte sie sogar die Chance, ein Kind zu bekommen, indem medizinische Behandlungen angewandt wurden. Das wäre alles vor 1959 undenkbar gewesen.
Die KubanerInnen lernen aus der Geschichte. Trotzdem stehen sie im Moment vor neuen Herausforderungen. Die technische Revolution mit Smartphones und Tabletts hat auch in Kuba Einzug gehalten. Jugendliche laufen Gefahr zur Konsumgesellschaft zu verkommen. Julita sieht das pragmatisch: Jede neue Generation hat ihre Besonderheiten, die die andere Generation nicht versteht. Jetzt sind es halt Smartphones und die Sozialen Medien. Kuba bietet öffentliche Internethotspots in Parks und Clubs an, die die Jugendlichen nutzen können. Zeitgleich versucht man mit politischer Bildung und multidisziplinären Ansätzen in der Sozialarbeit, Jugendliche zur Bildung und damit zu einer gesicherten und gefestigten Zukunft zu bewegen. Die neue Generation hat die Revolution und die Zeit davor nicht erlebt. Für sie ist es ein Moment in der Geschichte. Daher ist es wichtig, dass die ältere Generation ihre Erfahrungen und Wissen mit ihnen teilt.
Die vielen Staatsbesuche der letzten Zeit und Events wie das Rolling Stones Konzert in Havanna sind gerade für junge Menschen von Bedeutung. Doch mehr noch als für die KubanerInnen setzen die Exil-KubanerInnen in den USA Hoffnung in eine Öffnung. Julita sagt dazu: Wir KubanerInnen, sehen diese Entwicklungen etwas kritischer und prüfen genau, was geheuchelt oder gelogen ist. Es wird keine vollständigen diplomatischen Beziehungen mit den USA geben, solange sie die Bucht von Guantanamo in Besitz haben und dort ihre Militärbasis und das Gefängnis aufrecht erhalten.
Kuba ist derzeit gestärkter und gefestigter als jemals zuvor, erklärte Julita in ihrem Vortrag. Schulbildung und medizinische Versorgung funktionieren gut. Durch die Erfahrungen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, änderte sich der Fokus hin zur Kooperation mit vielen Ländern. Kuba hat Partnerländer in Lateinamerika, Afrika und Europa. Selbst, wenn sich die politische Lage in einem dieser Länder ändert, kann Kuba jetzt auf starke Partnerschaften weltweit bauen. Trotzdem ist die Lage in Lateinamerika, und der zu beobachtende Rechtsruck, besorgniserregend, da dies auch auf die Beziehungen Kubas zu diesen Ländern Auswirkungen haben wird.
Kuba steht vor vielen Herausforderungen und der 7. Parteitag der kubanischen kommunistischen Partei hat bereits in vieler Hinsicht darauf reagiert. Die UJC, die kubanische Jugendorganisation bringt immer wieder Anträge im Sinne der Jugend ein, die auch berücksichtigt werden. Es bilden sich aber auch andere Assoziationen, die neue Sichtweisen und Einflüsse bringen. Niemand kann die Zukunft voraussagen, sagte Julita abschließend, aber sie sei zuversichtlich, dass Kuba den richtigen Weg wählt und die KubanerInnen im Sinne einer sozialistischen Politik, die Herausforderungen gemeinsam meistern.
IMG_1534

Aufruf der kubanischen Botschaft zur Teilnahme an der KZ Befreiungsfeier

Zwischen 1938 und 1945 starben etwa 190.000 Menschen aus 40 Nationen in den Konzentrationslagern in Mauthausen und Gusen. Mindestens 90.000 davon wurden direkt ermordet. Unter ihnen waren auch 5 Kubaner, die während des Spanischen Freiheitskampfes auf Seiten der republikanischen Armee kämpften, in Spanien gefangen genommen und im Anschluss an das Deutsche Reich ausgeliefert wurden. Heute ist das ehemalige Lager Mauthausen eine internationale Gedenkstätte und ein wichtiges politisches und historisches Bildungszentrum.

Das Mauthausen Komitee Österreich, die Österreichische Lagergemeinschaft und das Internationale Mauthausen Komitee haben anlässlich des 71. Jahrestags der Befreiung der Gefangenen von Mauthausen einen Festakt im Gedenken an die Opfer organisiert.

Die kubanische Botschaft ruft daher Kubanerinnen und Kubaner in Österreich und die Freunde und Freundinnen Kubas auf, im Rahmen der Befreiungsfeiern, jenen zu gedenken, die dem schrecklichen faschistischen Genozid zum Opfer fielen.

DATUM: Sonntag, 15. Mai 2016

ORT: Gedenkstätte Mauthausen, Erinnerungstrasse 1, 4310 Mauthausen

TREFFPUNKT: Hofer, Wienerbergstrasse 1, 4310 Mauthausen
(Autobushaltestelle zur Gedenkstätte)

ZEIT: 09:00am

Das feierliche Gedenken für die kubanischen Opfer in Mauthausen, findet vor der Gedenktafel um 11.45 Uhr, nach dem offiziellen Programmende statt.

Botschaft der Republik Kuba in Österreich

Der ÖKG Kalender ist Online

Wer gerne über alle Termine der ÖKG-OE und befreundeter Organisationen informiert werden will, kann jetzt den Kalender abonnieren.

Wie das genau geht steht in Menü Termine->Kalender abonnieren. Beim Abonnieren werden neue Termine automatisch in euren Kalender übernommen und auch allfällige Änderungen fast sofort angezeigt, so seid ihr immer auf dem neuesten Stand.

5. April, 15. April, 18. Mai und 20. Mai

Folgende, teils nicht kubanische, aber trotzdem interessante Veranstaltungen wollen wir Euch nicht vorenthalten:

Dienstag, 05. April 18:00 Uhr im Central Linz, Landstrasse 36, 4020 Linz
Solidaritätsfest für ein Krankenhaus in Kobane
Unter Anderem mit:
BettyRossa & Kapelle

 

Freitag, 15. April  19:00 Uhr, Cafe Cube, Kaisergasse 14a, 4020 Linz
Podiumsdiksussion mit:
dem neuen Kubanischen Botschafter in Wien, Juan Antonio Fernández Palacios,
der EU Abgeordneten Karoline Graswander-Hainz,
der ÖKG OÖ Vorsitzenden Cornelia Broos und
dem SJ Linz Vorsitzendem Philipp Stadler
anschliessend

Fiesta Cubana mit der Gruppe

OYE COMO VA

 

Mittwoch, 18. Mai, 19:00 Uhr, Kuddel Muddel, Langgasse 13, 4020 Linz
Buchpräsentation „Meine 7 Väter“
Als Partisan gegen Hitler und Mussolini aufgezeichnet von Giovanni Zucca und übersetzt von Gernot Trausmuth
Lesungen, Erzählungen und Musik

 

Freitag, 20. Mai, ab 16:00 Uhr, Restaurant Antebia, Magazingasse 11, 4020 Linz
Ein Fest unter Freunden
Solidarität mit Griechenland
mit dem Griechischen Sänger Felix Leopold
Gigs Buchinger
und anderen

Stammtisch 18. März: Stefan Krenn – Bilder und aktuelle Eindrücke aus Cuba

Am Freitag, 18. März um 19:00 Uhr in Linz, Kasperkeller:

Stefan Krenn berichtet über seine aktuellen Eindrücke seiner letzten Kubas Reise im Jänner dieses Jahres, inkl Bilder.

Der Diskussion über die Einschätzungen der aktuellen und zu erwartenden Entwicklung folgt die Vorbereitung unserer Fiesta Cubana am Freitag, 15. April.