Kuba gegen St. Pauli 0:7

7:0 für St. Pauli – Kubanische Nationalmannschaft trotzdem in Hamburg gefeiert (Redglobe, Samstag, 19. Juli 2008)
Gut gefülltes Stadion am MillerntorVor knapp 17.000 Zuschauerinnen und Zuschauern besiegte gestern der Zweitligist FC St. Pauli im Stadion am Millerntor in Hamburg die kubanische Fußball-Nationalmannschaft mit 7:0. Während sich die Hamburger Spieler mit guter Chancenverwertung für einen Stammplatz in der Mannschaft bewarben, enttäuschten die Kubaner durch eine schwache Abwehr und einen harmlosen Angriff, trotz einiger guter Chancen wie unmittelbar nach Spielbeginn, als der Ball nur den Pfosten des Hamburger Tores traf. Letztlich spielte aber das Ergebnis keine Rolle, denn auch die Hamburger Fans feierten die Gäste aus der Karibik mit lauten „Cuba, Cuba“-Rufen, Che Guevara-Fahnen wehten ebenso in den St. Pauli-Blocks wie im gesamten Rund des Stadions.

Vor Beginn des Spiels hatten rund 3.000 Fans die offizielle Eröffnung der neuen Südtribüne des Stadions verfolgt. Während St. Pauli-Legende Harald Stender und FC-Youngster Dennis Daube begeistert gefeiert wurden, musste die Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch gegen lautstarke Pfiffe anreden – eine Quittung dafür, dass ihre Grünen mit der CDU eine Koalition gebildet und reihenweise Wahlversprechen gebrochen haben.

Im Stadion wurden dann, wie es sich für ein „Länderspiel“ gehört, für beide an der Mittellinie aufgereihte Teams die Hymnen gespielt: „Hasta siempre, Comandante Che Guevara“ für die Kubaner und „Herz von St. Pauli“ für die Gastgeber. In der Halbzeitpause bedankte sich dann die vor drei Jahren nach dem Cuba-Trainingslager des FC St. Pauli gegründete Solikampagne „Viva con Agua de St. Pauli“ für 300.000 Euro, die seither an Spenden gesammelt wurden.

Merkwürdig verhielt sich der Verein hingegen gegenüber den Cuba-Soligruppen. So wurde dem Netzwerk Cuba untersagt, ein Flugblatt zu verteilen, weil es die Koordination der Soligruppen gewagt hatte, neben der kubanischen Fahne auch das Vereinslogo des FC St. Pauli zu verwenden.

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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