Ende der Blockade gegen Kuba verlangt

bloqueo_cubaLateinamerika-Gipfel macht Obama Druck
Die lateinamerikanischen Staaten haben ein Ende der US-amerikanischen Blockade gegen Kuba gefordert.
Costa do Sauipe (AFP/ND). Die USA müssten die in den vergangenen fünf Jahren ergriffenen Maßnahmen zur Verschärfung des 1962 verhängten Embargos »sofort« zurücknehmen, hieß es am Mittwoch (Ortszeit) in einer im brasilianischen Costa do Sauipe verabschiedeten Erklärung. Kubas Präsident Raúl Castro zeigte sich zufrieden mit dem Dokument.
Die US-Regierung müsse die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba aufheben und damit entsprechenden Forderungen Folge leisten, welche die UNO-Vollversammlung in 17 aufeinander folgenden Resolutionen aufgestellt habe, forderten die 33 Teilnehmerstaaten des Lateinamerika-Karibik-Gipfels.

Der linksgerichtete bolivianische Staatschef Evo Morales rief dazu auf, der US-Regierung unter dem künftigen Präsidenten Barack Obama eine Frist für die Beendigung der Strafmaßnahmen gegen Kuba zu setzen und nach Verstreichen der Frist die US-Botschafter auszuweisen. Brasiliens Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva verurteilte die Blockade als wirtschaftlich und politisch unberechtigt. Er warnte jedoch davor, Obama eine Frist zu setzen. Diesem müsse Zeit gegeben werden.

Ausdruck der USA-kritischen Stimmung auf dem Gipfel war auch die Forderung mehrerer Staaten nach einer neuen Regionalunion, der weder die USA noch Kanada angehören sollen. Der mexikanische Präsident Felipe Calderón sagte, die lateinamerikanischen Staaten müssten sich in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenschließen. Ecuadors Staatschef Rafael Correa sowie Venezuelas Präsident Hugo Chávez sprachen sich ebenfalls für ein derartiges Vorhaben aus. Es brauche eine neue Organisationsform mit gemeinsamen Prinzipien und Visionen, sagte Correa.

Ein solches Bündnis wäre eine Alternative zu der in Washington ansässigen Organisation Amerikanischer Staaten, in der auch die USA und Kanada vertreten sind.

Für Kuba war der Gipfel ein diplomatischer Erfolg. Neben der Forderung nach Aufhebung der Blockade nimmt Präsident Castro auch die Aufnahme als 23. Mitgliedsstaat der Rio-Gruppe mit nach Hause.

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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