Kuba solidarisch mit Haitianern

Neues Deutschland vom 18.01.2010
Erdbebenexperten ergänzen die 400 Mediziner auf der Nachbarinsel
Kuba plagt eine ungewöhnliche Kältewelle und die absurde Einstufung als Terrorismus förderndes Land seitens der USA. Doch all das wird überlagert durch das Erdbeben beim östlichen Nachbarn Haiti, wo kubanische Hilfskräfte ihr Bestes geben.

In Kuba haben sich die Prioritäten durch das Beben in Haiti gründlich verschoben. Es geht nicht mehr um die aktuelle Kältewelle mit Morgentemperaturen von 4 bis 9 Grad. Auch tagsüber schafft es das Thermometer nur selten über die 21. Die Meteorologen werden nicht müde zu dementieren, dass das nicht der Anfang vom befürchteten Klimawandel ist. Sie haben Statistiken aus den vergangenen Jahrhunderten aus den Archiven gekramt, mit denen sie nachweisen können, dass es nicht zum ersten Mal so kalt ist. 1993 zum Beispiel oder 1970, da hatten sich die Kubaner auch schon eingemummt wie die Inuit. Vom Tisch ist zunächst ebenfalls die Perfidie der Obama-Regierung, die Kubaner wie unter George W. Bush in die Liste der Länder einzuordnen, die den Terrorismus fördern. Kein anderes Land ist seit einem halben Jahrhundert öfter Zielscheibe von Terrorgangstern gewesen, die fast immer vom Boden der USA aus operierten. Die »Washington Post« disqualifizierte die Einstufung als »ganz einfach lächerlich«.

zum gesamten Artikel in „Neues Deutschland“

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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