Erklärung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba zur Kuba-Resolution des EU-Parlaments

Sonntag, den 14. März 2010

Am 7. März brachte sich ein junger Mann nach einem Hungerstreik in deutscher Abschiebehaft um. Ein tragischer Fall, der aber nie auf der Tagesordnung des Europäischen Parlaments auftauchen wird.

In dem nach Vorstellung der Europäischen Union demokratischen Kolumbien wurden nach eigenen Aussagen der Paramilitärs 30.000 Menschen ermordet. Kolumbianische Richter gehen sogar von mehr als 120.000 Ermordeten aus.

In Kuba hat sich ein wegen schwerer Körperverletzung angeklagter Häftling, der im Gefängnis saß, weil er sein Opfer mit einer Machete erheblich am Kopf verletzt hatte, durch einen Hungerstreik selbst das Leben genommen. Sicherlich ein tragischer Fall, den alle ärztliche Kunst  leider nicht mehr verhindern konnte.

Aber weder ein toter Abschiebehäftling in Deutschland noch 30.000 demokratisch ermordete Kolumbianer beschäftigen das Europäische Parlament.

Es geht dem Europäischen Parlament natürlich auch nicht um den Tod dieses Häftlings. Es geht dem Europäischen Parlament einzig und allein darum, Kuba zu verurteilen. Nach einer unglaublichen Medienhetze, durch die weltweit der Eindruck vermittelt wurde, das schrecklichste Ereignis dieses Jahres sei der Selbstmord eines cubanischen Häftlings, war der Weg bereitet für eine erneute Verurteilung Kubas.

Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba steht dieser Resolution  fassungslos gegenüber und zieht die Seriosität des Europäischen Parlaments zunehmend in Zweifel.

Renate Fausten
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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