Die Zukunftsfähigkeit Kubas

Edgar GÖLL mit dem T shirt M - 26 - 7
Edgar GÖLL mit dem T shirt M - 26 - 7

Dr. Edgar GÖLL, Sozialwissenschafter am Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (www.IZT.de).

Zu Begin gibt´s einige Impressionen aus Kuba, angefangen von den wuchtigen Zerstörungen, die der Hurricane WILMA 2005 angerichtet hatte. Dann erfolgt die Vorstellung eines Projektes von Göll, der „Fundación Antonio Núnez Jimenez“ in Pinar del Rio, im westlichen Teil der Insel. Der direkt inhaltliche Teil wird mit einer Rede von Fidel Castro eingeleitet, die er anlässlich der UN Konvention gegen die Wüstenbildung 2003 gehalten hatte:

Diese Wirtschaftsordnung und diese Verbrauchsmuster sind unvereinbar mit den wesentlichen begrenzten und nicht erneuerbaren Ressourcen unseres Planeten und mit den Gesetzen der Natur und des Lebens. Auch verletzen sie die elementarsten ethischen Prinzipien, die Kultur und die vom Menschen geschaffenen moralischen Werte.Setzen wir unseren Kampf fort, ohne uns entmutigen zu lassen und ohne zu zögern, zutiefst davon überzeugt, dass, wenn auch die menschliche Gesellschaft kolossale Fehler begangen hat und noch begeht, so ist doch der Mensch als solcher zu den glänzendsten Ideen und den edelsten Gefühlen fähig; und überwindet er die ihm von der Natur gegebenen starken Instinkte, ist er fähig, für das, was er fühlt und denkt, sein Leben hinzugeben. Er hat dies im Verlaufe der Geschichte oftmals bewiesen.Pflegen wir diese außergewöhnlichen Qualitäten, und es wird keine Hürde geben, die nicht genommen werden kann und nichts, das nicht verändert werden kann“.

Es folge die Erörterung einer UN Grafik aus dem Jahre 2001 mit folgender Quintessenz:  „US-Amerikaner verbrauchen etwa das 6-, und EU-BürgerInnen das 3-/ 4-fache der natürlichen Ressourcen, die ihnen zustehen: Der American Way of Lifeist nachweislich nicht nachhaltig, destruktiv und beutet Menschen, Natur und unser aller Zukunft aus!

Alternative:  Cuba ist das einzige Land, das im Feld „Nachhaltige Entwicklung“ (HDI 0,81 und EcoFootPrint 1,4) zugeordnet ist! Miteinem anschaulichen Vergleich anhand der Alu Dosen Produktion von Soft Drinks wird die Relation des Ressourcenverbrauchs plastisch vor Augen geführt. Abgerundet wird der Teil mit einigen ausgewählten Problemen Kubas, wie etwa:
• Bandbreite zwischen hochmoderner Biotechnologie bis hin zu veralteter Zuckerindustrie und Rohstoff-abbau
• Versorgungsengpässe (Stromanschaltungen, Sortiment Nahrungsmittel, Versorgungs-und Konsumgüter, Ausstattung im Gesundheitswesen)
• Bodendegradation, Wasser-und Luftqualität
• Wasser und Elektrizität sind durch Subventionierung sehr billig (oft geringe Wertschätzung)
• Abgase (z.B. alter Fuhrpark, kein bleifreies Benzin)
• Druck durch Tourismus (positiv und negativ).

Als Abschluss wird die Diskussion eingeleitet über die möglichen Entwicklungsszenarien:  Welche Zukünfte hat Cuba?

Szenarien (Auswahl)
1. Zusammenbruch (Modell “Ukraine”), ggf. durch “Überflutung” aus den USA
2. “Carots & sticks” (Bush/USA)
3. “Wandel durch Annäherung” (EU)
4. Wiedererlangung der früheren Kontakt-möglichkeiten, Wirkung von Marktmacht und Dominanz (Obama/USA)

Alles in Allem ein recht interessanter Vorstrag, der auch zur Diskussion enregte und dessen Thema uns noch lange begleiten wird. Für interesierte gibt´s die Power Point Version hier untenstehend zum Anschauen.

Zukunftsfähigkeit Kuba 6-2010 GÖLL Linz

und hier der Link für die Vertiefung zum Thema von Edgar GÖLL

Nochmals recht herzlichen Dank an Edgar GÖLL für den sehr spannenden Abend und an das Renner Institut OÖ für die Unterstützung zur Ermöglichung dieses Vortrags!

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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