Gerardo Hernández: Isolation beendet

Junge Welt vom 05.08.2010
Havanna. Die US-Behörden haben den kubanischen Gefangenen Gerardo Hernández aus der Isolationshaft entlassen und in den regulären Bereich der Haftanstalt zurückverlegt. Das meldete die kubanische Tageszeitung Granma am Mittwoch. Hernández war seit dem 21. Juli in einer winzigen Isolationszelle festgehalten worden. Kuba hatte dies als Folter kritisiert und zu internationaler Solidarität mit dem Gefangenen aufgerufen. Hernández gehört zu den fünf Kubanern, die seit fast zwölf Jahren in US-Gefängnissen inhaftiert sind, weil sie rechtsextreme Terrororganisationen in Miami unterwandert hatten, um Anschläge in ihrem Heimatland zu verhindern.

Am gestrigen Morgen, dem 3. August, hat der Held der Republik Kuba, Gerardo Hernández Nordelo, seine Ehefrau Adriana Pérez O’Connor angerufen und setzte sie davon in Kenntnis, dass er am Nachmittag des 2. August aus der Strafzelle, in der er sich seit dem vergangenen 21. Juli befand, in den gewohnten Bereich verlegt wurde, wo er seine ungerechte Strafe verbüßt.

Am Montag Nachmittag hatte das State Department die kubanischen Behörden über diese Umlegung informiert.

Adriana fand ihn im Gespräch mit positiver Stimmung und hoher Moral.

Im Namen des kubanischen Volkes danken wir für die Beweise der Unterstützung und Solidarität, die von verschiedenen Organisationen und Menschen guten Willens gezeigt worden sind, die forderten, diese grausame und unmenschliche Behandlung zu beenden. Wir werden den Kampf fortführen, bis der Gerechtigkeit genüge getan wird und die Fünf in die Heimat zurückkehren.

Botschaft Gerardos
Liebe Brüder und Schwestern:
Diese Worte habe ich vor, am Telefon zu diktieren, weshalb ich mich kurz fassen muss, und außerdem werde ich Euch nicht alles sagen können, was ich möchte, damit die Verbindung nicht unterbrochen wird. Gestern wurde ich aus „dem Loch“ mit der gleichen Geschwindigkeit geholt, mit der ich hineingesteckt worden war. Man hatte mich angeblich unter Ermittlung da hingeführt. Die Ermittlungen können 3 Monate andauern, manchmal mehr, aber ich war dort 13 Tage lang. Ein bekannter kubanischer Journalist würde sagen: zieht eure eigenen Schlüsse… Ich möchte euch meine tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Ihr wisst bereits, dass es besonders schwierige Tage waren wegen der übermäßigen Hitze und der fehlenden Luftzufuhr, aber ihr wart mein Sauerstoff. Ich finde keine bessere Art, die enorme Wichtigkeit eurer solidarischen Anstrengungen zusammen zu fassen.

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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