Fermin kommt nach Österreich

Unser langjähriger Freund und Genosse aus Holguín, Fermin Garboza Cespedes kommt auf Einladung der ÖKG OÖ nach Österreich!

Fermin steht sowohl als Vortragender (Zeitzeuge für die Geschichte und aktuelle Entwicklung in Kuba) zur Verfügung als auch als Sänger zur Gitarre (kubanische Lieder und Stories) – gegen Soli Honorar. Wir suchen noch KubafreundInnen, die Fermin für ein paar Tage zu sich nach Hause einladen und ihm die eigene Heimat und Kultur zeigen. Da das Ganze auch Geld kostet (Flug, Reisepass, Unterkunft und Verpflegung, wo wir keine Einladung haben, Taschengeld für Fermin, …) haben wir ein Projektkonto eingerichtet: Sparda Linz; Stefan Krenn; BLZ 49460; 42341 10001; Fermin: Das Konto würde sich auf Eingänge durch Spenden und Honorare freuen)

FerminLebenslauf:
Fermin Garboza Cespedes wurde am 15. Mai 1958 in Holguin/Cuba geboren. Seine Kindheit verlief recht aufregend in den ersten Jahren nach dem Triumph der Revolution. Die Schule hat er mit 8 Jahren begonnen, wurde Mitglied bei der Organisation der „Pioniere“ und war 1970 Mitbegründer der Jugendgruppe „100 Jahre des Kampfes“.

Nach dem Schulabschluss hat er einen Kurs für bildende Kunst und Kultur besucht, ihn aber nicht abgeschlossen, da er seinen Militärdienst (damals 3 Jahre Pflicht) absolvieren musste und während dieser Zeit den Führerschein und eine Automechanikerlehre gemacht hat.

1975 wurde Fermin Aktivist in der Kommunistischen Jugend und meldete sich nach Abschluss seiner regulären Dienstzeit für einen freiwilligen Einsatz in Angola, in dessen Verlauf die cubanischen Streitkräfte die südafrikanischen Invasionstruppen zerschlagen konnten.

Nach 3 Jahren von Angola zurückgekehrt, begann er als Mechaniker in einer großen Fabrik zur Erzeugung von Zuckerrohrerntemaschinen zu arbeiten. Danach wurde er mit einer Brigade in die DDR entsandt und wurde dort in einem Metallkombinat in Karl Marx Stadt zum Facharbeiter ausgebildet. Während dieser Zeit hat Fermin auch Deutsch gelernt und war u.a. als Übersetzer und Kulturorganisator in der DDR-Cuba Freundschaftsgesellschaft aktiv.

Fermin ist über die Vertragszeit hinaus in der DDR geblieben und hat den Meister in Maschinenbau mit sehr gutem Erfolg abgeschlossen. 1984 hat Fermin geheiratet; sie haben einen Sohn, den Fermin nach der Trennung von seiner Frau 1986 nicht mehr gesehen hat.

Nach seiner Rückkehr nach Cuba arbeitete er bis 1993 in einem Metallbetrieb  später in verschiedenen Betrieben und Tätigkeiten in Holguin, darunter  als Discjockey im Hotel Atlantico in Guardalavaca. Dort bekam er Kontakt mit Leuten aus einer Bochumer Soligruppe, mit der er auch noch heute in losem Kontakt steht.

Fermin im Original:
„Im Jahr 2000 begann ich im „Hospital Clinico Chirurgico“ als Techniker und wurde als Übersetzer für die österreichische Gruppe „Buena Vista“ aktiv. Diese Gruppe hat besonders in der „Periode Especial“ sehr viel für unser Land gemacht. Sie hat eine große Menge dringend benötigter Sachen in unser Krankenhaus, aber auch an Schulen, Kindergärten und Altenheime geschickt und dabei habe ich erfahren, welchen Inhalt der Begriff „internationale Solidarität“ darstellt. Gemeinsam mit der Gewerkschaft CTC und dem Institut für Völkerfreundschaft ICAP haben wir viele Spenden der Gruppe „Buena Vista“ verteilt und gemeinsam das Waisenhaus in Holguin renoviert.

Dies Gruppe organisiert auch recht interessante Studienreisen in Holguin und Santiago, die ich als Übersetzer begleite, vor allem bei Betriebsbesuchen, in Schulen und Kindergärten und zu Diskussionen mit der Gewerkschaft. Mit diesen Leuten bin ich gut befreundet und bewundere ihr Engagement für unsere Gesellschaft. Auch bin ich seit mehreren Jahren für diese österreichische Gruppe tätig, die an der Konferenz für die Befreiung unserer 5 Patrioten aus der US-Polithaft teilnimmt.

Im Vorjahr ist es zum ersten Mal gelungen, einen österreichischen Musiker  (Christian Buchinger) zum internationalem Kulturfestival „Romario de Mayo“ nach Holguin einzuladen und da ich selbst ein Amateurmusiker bin, habe ich mit meinen bescheidenen Kräften bei der Organisierung mitgewirkt.

Leider bin ich auf Grund verschiedener Krankheiten (Diabetis, Asthma und hoher Blutdruck) seit 2012 in Pension, bemühe mich aber weiterhin, meine Aufgaben für die österreichischen Freunde und Genossen so gut es geht zu erfüllen.“

Wir wollen versuchen, Fermin möglichst viel vom Leben und der Kultur in Österreich zu zeigen und suchen daher Menschen, die ihn für ein paar Tage beherbergen und ihm die eigene Heimat und Kultur zeigen. Wir wollen auch mit den KuberfrendInnen in Bochum zum Abschluss seines Österreich Aufenthaltes ein kleine Ruhrgebiet Tour organisieren.

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Autor: Gigs Buchinger

Liedermacher- und Sänger Kulturarbeiter Soli Arbeiter

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