Bericht vom Kuba Stammtisch mit Jessica Müller

Zu Gast diesmal: die neue Vorsitzende der ÖKG in Wien, Jessica Müller.
Mit aus Wien angereist: Hermann Pernerstorfer, stellvertretender Vorsitzender und Chefredakteur der Zeitschrift „Cub Si!“

Jessica berichtete über Ihren Werdegang von Tirol nach Wien und wie Sie über die die internationale Arbeit im Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) zu Kuba und zur Österreich Kubanischen Gesellschaft (ÖKG) gestossen ist.
An Kuba hat sie schon früh fasziniert, dass die sozialen Grundrechte auf Gesundheit und Bildung von der Revolution hoch gehalten werden. Das Land mit seiner Revolutionären Regierung ist nicht fehlerfrei und auch kein Vorbild im Sinne der Nachahmung. Lernen kann man aber auch aus österreichischer Sicht viel von dem Land, für das sich die Menschenrechte nicht auf Pressefreiheit reduziert. Trotz (völkerrechtswidriger) Jahrzehnte dauernder US Blockade, die praktisch alle Lebensbereiche betrifft, hat sich Kuba nicht dem Diktat der jeweiligen US Regierung und der US Konzerne gebeugt sondern seinen eignen Weg weiter beschritten.
Die Solidarität, verkörpert durch die Freundschaftsgesellschaft ÖKG, ist diesem eigenständigen kubanischen Weg verpflichtet. Dies ist das besonders wertvolle, das die ÖKG ausmacht und dessen sich Jessica Müller als Vorsitzende verpflichtet sieht: Die Einforderung des Respektes gegenüber dem souveränen Staat Kuba, der schlicht die Akzeptanz des von der kubanischen Bevölkerung gewählten Weges verlangt. Das muss nicht zwangsläufig die Solidarität mit den Inhalten der kubanischen Revolution beinhalten, aber zumindest deren Respekt und Akzeptanz, wie es eben die völkerrechtlichen Bestimmungen vorsehen.
Als Sozialistin geht Müller aber natürlich über diesen Mindestrespekt hinaus: die Unterstützung auch der Inhalte der Revolution ist für sie persönlich selbstverständlich, ohne mit allen konkreten Punkten immer einverstanden sein zu müssen. Kritik darf aber nicht von oben herab, als Belehrung, geübt werden, denn die Kubanerinnen und Kubaner wissen sehr wohl selber was auf Kuba gut und was schief läuft. Auch das ist das Spannende am Prozess der Aktualisierung der kubanischen Revolution – eine neue Balance zu finden zwischen Effizienz und Gerechtigkeit.

Gemeinsam mit Pernerstorfer legt Müller anschliessend dar, was die Vorhaben der ÖKG für die aktuelle Funktionsperiode sein können. Dazu wird in den nächsten Wochen eine Vorstandsklausur die Eckpunkte erarbeiten, die danach sicherlich im Cuba si nachzulesen sein werden. Soviel sei vorab verraten: Sowohl die Solidaritätsprojekte als auch die politische Arbeit der ÖKG werden auf modernere Beine gestellt werden.

Die ÖKG in Oberösterreich wird sich aktiv und konstruktiv an diesem Prozess beteiligen.

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