Cuba hilft – wir helfen Cuba (von Stefan Krenn)

Die Regierung Trump hat beschlossen, die sozialistische Regierung Cubas, ihre politische und soziale Ausrichtung, völlig zu zerstören und den seit beinahe 60 Jahren erwünschten „REGIME CHANGE“ mit aller Macht und beispielloser Härte zu vollstrecken. Die Blockade von vielen Waren, Medikamenten, Treibstoff, Lebensmittel, Geldanweisungen…. ist eine völkerrechtswidrige Maßnahme, die man ohne Umschweife als „WIRTSCHAFTSKRIEG“ bezeichnen muss.

DIE US-BLOCKADE IST VÖLKERMORD

Die Strategie, Cuba in die Knie zu zwingen, wurde bereits 1960 vom US-Außministerium formuliert: „Cuba müssen Geld und Lieferungen verweigert werden, damit die Reallöhne sinken mit dem Ziel, Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung hervorzurufen“.

Diese US-Blockade verletzt massiv die Menschenrechte des cubanischen Volkes und muss laut der „KONVENTION ÜBER DIE VERHÜTUNG UND BESTRAFUNG DES VÖLKERMORDES“ als kriminell bewertet werden.

Diese Blockade hat gravierende Auswirkungen auf alle Bereiche der cubanischen Gesellschaft: Finanzwesen, Gesundheitssystem, Wissenschaft, Bildung, Sport, Kultur und Tourismus (diese Liste ist bei weitem nicht vollständig). Die US-Regierung hat durch massive Drohungen allen internationalen Banken verboten, Überweisungen nach Cuba zu tätigen; es gibt im Moment noch einige kleine Schlupflöcher, aber das sind in anbetracht der massiven Sanktionen winzige Tropfen auf den heißen Stein.

Bei der jährlichen UNO-Vollversammlung bringt Cuba regelmäßig einen Antrag auf „beendigung der kriminellen Blockade“ ein; im Vorjahr stimmte die Vollversammlung mit nur 3 Gegenstimmen (USA, Israel, Brasilien), bei Enthaltung von 2 Staaten (Columbien, Ukraine) und bei 189 JA-Stimmen für diese wichtige Resolution.

Dazu eine Anmerkung zu den Enthaltungen: „Während das negative Votum der „rechtpopulistischen“ brasilianischen Regierung von cubanischer Seite erwartet wurde, trafen die beiden anderen Enthaltungen auf große Enttäuschung. Denn Cuba half aktiv bei den Friedensvereinbarungen zwischen der columbianischen Regierung und den Rebellen der FARC. Zum anderen hatte Cuba weit über 11.000 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine GRATIS medizinisch und sozial versorgt, die nach der Katastrophe von Tschernobil verletzt wurden.

Da ich (bzw. unser Verein „BUENA VISTA – SOLIDARITÄT MIT CUBA“) sehr gute Beziehungen mit Cuba habe, bin ich bestens informiert über die drastischen Auswirkungen auf die Bevölkerung. Dazu ein einige kurze Auszüge, die mir per Mail zugegangen sind ….

Eine Companera aus der Sierra Maestra/Provinz Santiago schreibt:

„Es gibt nur mehr ganz wenig in den staatlichen Läden zu kaufen; die Preise am „Schwarzmarkt“ sind auf das 3-fache angestiegen…… in vielen Geschäften sind die Waren streng rationiert; trotzdem ist das Angebot sehr bescheiden. Alles ist verrückt, was mit der Wirtschaft zu tun hat: Schweinefleisch kostet 60 Pesos pro Pfund, für Geflügelfleisch muß man 70 Pesos locker machen, viandianische Bananen koste das Stück 7 Pesos,
schwarze Bohnen 30, rote Bohnen 40 Pesos………Es gibt fast nichts von den landwirtschaftlichen Produkten, kaum Obst oder Gemüse. Also Nahrungsmittel kaufen ist sehr schwierig und von Seiten der Regierung ist es nahezu unmöglich, die Löhne und Gehälter zu erhöhen“.

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Brief aus Kuba

Brief auf Holguin 7. Juni 2020

Liebe Freunde!
Ich hoffe, dass euch Corona nicht getroffen hat und dass das österreichische Volk davor verschont bleibt. Ich möchte meine solidarischen und brüderlichen Grüße an alle meine Freunde aussprechen. Wie ich sehe beteiligt ihr euch alle an den Solidarischen Aktionen gegen die Blockade und die Maßnahmen nicht nur gegen Cuba sondern auch Venezuela und andere Länder der Welt. In den sozialen Medien (Facebook) versuchen Exilkubaner einen Propagandakrieg denen Kuba zu führen. Das Attentat gegen unsere Botschaft in Washington aber wurde verschwiegen. Vor ein paar Tagen hat ein solcher „Faulenzer“, vielleicht bezahlt, in einer Polizeistelle mit einem Messer 3 Polizisten schwer verletzt. Ein 32 Jähriger Beamter ist gestorben, eine 30 jähriger Polizist liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Es hast sich schon bestätigt dass es sich nicht um ein politisches Attentat gehandelt hat. Der Mörder ist ein mehrmals verhafteter, wegen Diebstahl, Mord und andere Gesetzesübertretungen. Sofort ist die Nachricht über Facebook mit anderer Intention im Sinne der Miami Kubanern verbreitet worden.
Ich weiß, ihr kennt uns, die Kubaner machen Revolution, um unser sozialistisches Kuba zu verbessern. Aber es gibt eine Facebook Seite, bei der man aufpassen muss: „Orgulloso ser Cubano“, dort sind meist Kubaner aktiv, die in Kuba normale und gute Menschen waren, gute Studenten und gute Arbeiter mit Auszeichnungen. Aber jetzt leben sie in den USA als Sklaven des amerikanischen Kapitalismus und damit denken sie vielleicht im ganzen Egoismus und Wahnsinn von Trump. Vielleicht sind sie auch gegen alle Länder, die nicht „nach dem Parfüm der USA riechen“, dies sich dem US Imperialismus nicht unterordnen. Sie machen mit als Harlekin und Clown der Könige in der Hoffnung, vom Präsidenten eine Belohnung zu erhalten. Doch selbst wenn sie dadurch die US Staatsbürgerschaft bekommen, werden sie für die Regierung und US Gesellschaft immer Exilanten bleiben, die sich nicht mit den „echten Amerikanern“ vergleichen können. Im Gegenteil: als Verräter ihres Heimatlandes werden Sie vom US Volk immer schlecht beurteilt werden.

Wir sind noch im Kampf gegen das Corona Virus, unsere Bürger zeigen Disziplin und wir werden die Pandemie besiegen. Jeden Tag gibt es weniger Kranke und bereits seit Wochen keine Tote mehr. Kuba Ist eine reife Frucht, wir werden aber nicht, wie schon zu Trumans Zeit gehofft, in den Schoß der Gringos fallen. Kuba schreitet voran, gemeinsam mit unserer Partei, der Gewerkschaft, der Jugend, der Frauen und der Pioniere im Aufbau einer besseren Gesellschaft.

Ich umarme Euch Euer Bruder Fermin

Hoch der 1. Mai 2020

Briefe aus Holguin

Ich möchte diesen Artikel schreiben um die Herzen der Menschen zu berühren, denn es gibt zurzeit viel Böses aus der Welt. Der heurige 1. Mai, der Tag der Arbeiterklasse, findet unter schlechten Bedingungen statt, ich meine Covid19. Einige werden sagen das ist ohne Bedeutung, wir haben den 1. Mai schon gefeiert unter Kanonenschüssen und unter der verbrecherischen Blockade, doch wir haben gefeiert.

Diesmal aber mache ich das Maifest zu Hause und lade Euch ein, um 08:00 Uhr die Internationale zu singen. Ich möchte den Tag nutzten zur Reflexion, was haben wir gut gemacht und was müssen wir verbessern, wir werden weiterkämpfen für unsere Rechte, die jeden Tag mehr verletzt werden.

Die Straßen von Chile, Bolivien, Ecuador, Kolumbien färben sich rot vom Blut unserer Genossinnen und Genossen im Kampf um die Menschenrechte und die Verbrecher wüten immer noch.

Ich bin stolz auf mein Kuba, von dem unsere Gegner sagen, es gibt hier noch Diktatur. Ja, in Kuba gibt es Diktatur, aber in meinem Land herrscht die schönste Diktatur der Welt: die Diktatur des Proletariats, in der die Arbeiter und das gesamte Volk die revolutionäre Regierung bis zur letzten Konsequenz unterstützen im Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft. Eine Herrschaft in der die Arbeiter im Besitz der Produktionsmittel sind, in allen Bereichen der Gesellschaft. Diesen Ersten Mai ehre ich.

Ich ehre Rosa Luxemburg, Klara Zetkin und viele andere, die im Kampf um die Arbeiterrechte gefallen sind. Mein Beileid gilt den Familien der Opfer von Corvid19 und ich drücke den Kranken die Daumen.

Wacht auf, Arbeiter dieser Erde, es gibt viel zu tun! Aus Kuba schicke ich Euch eine dicke, solidarische Umarmung an alle Arbeiter dieser Welt, insbesondere meinen Freunden aus der ÖKG in Österreich

Es lebe die internationale Arbeiterklasse!

Es lebe der 1. Mai!

Nieder mit der Blockade und mit allen unterdrückenden Massnahmen gegen souveräne Länder!

Kuba si – Yanki no!

Fermin

Holguin, 30. April 2020

 

Brief aus Holguin

Brief aus Kuba von unserem Freund und Genossen Fermin:

Liebe Freunde!

Die (rechte) nationale Partei hat in Uruguay die Wahlen gewonnen, gemeinsam mit einer Koalition von 5 Parteien gegen die Frente Amplio (Linksbündnis)

Die Sanktionen gegen Kuba gehen weiter, trotzdem entwickelt sich das Land unter der Leitung des Präsidenten Diaz Canel weiter.

Menschen wie ich, Fermin Garboza, und viele andere Kubaner verstehen nicht, warum die USA die Sanktionen weiter verschärft haben.

Aber selbst unter diesen schwierigen Bedingungen entwickelt sich unsere Ökonomie weiter vorwärts.

Beispiel: Früher konnten wir keinen Fisch oder kein Fleisch im staatlichen Geschäft kaufen, aber jetzt können wir elektronische Haushaltsgeräte kaufen. Die sind zwar sehr teuer, aber verfügbar, auch die Transportsituation hat sich verbessert.

Diese Tage ist der 3. Jahrestag der Trauer um den Tod von Fidel Castro. Aber dass unser Volk Fidel nach wie vor verehrt, ist ein Schlag für unsere Feinde, denn Fidel ist nach wie vor bei uns – somos Fidel!

Herzliche Grüße und Umarmung

Euer Bruder

Fermin

Pressemeldungen zur Wahl des neuen kubanischen Präsidenten

Erstellt vom Netzwerk Kuba in Deutschland:
Führer der Welt beglückwünschen Díaz-Canel zu seiner Wahl als Präsident Kubas
Führer der Welt, politische Persönlichkeiten und Organisationen verschiedener Länder beglückwünschten Compañero Miguel Díaz-Canel nach seiner Wahl zum Präsidenten des Staats- und des Ministerrats
Der erste Nicht-Soldat
Kuba Nach fast sechs Jahrzehnten wird die Karibikinsel von einem Mann geführt, der nicht den Namen „Castro“ trägt – selbst wenn Raúl weiter das letzte Wort hat
Organisation Amerikanischer Staaten verurteilt Machtübergabe in Kuba
Ein Artikel von AFP
Pressemitteilung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba zur Wahl von Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez zum Präsidenten der Republik Kuba
Wandel mit angezogener Handbremse
Kubas von Raúl Castro 2008 angestoßener Reformprozess ist spätestens durch Trump wieder ins Stocken gekommen
Von Andreas Knobloch, Havanna
Miguel Díaz-Canel ist neuer Präsident Kubas
Erstmals seit fast 60 Jahren steht in Kuba kein Castro mehr an der Staatsspitze. Doch Díaz-Canel ist ein Parteikader. Große Veränderungen werden von ihm nicht erwartet.
Der neue Mann an der Spitze Kubas: klassische Parteikarriere einerseits – andererseits Jeans, Sporthemd und ein Förderer der Rockmusik
Seit Jahren wurde Miguel Díaz-Canel von Raúl Castro zum Nachfolger aufgebaut. Er gilt als fleissig und linientreu, hat aber auch eigenwilligere Züge, die jetzt wieder zum Vorschein kommen könnten. Am Donnerstag hat das Parlament ihn zum neuen Präsidenten Kubas gewählt.
Peter Gaupp, San José de Costa Rica
Wer ist der Mann, der nach den Castros kommt?
Generationenwechsel im sozialistischen Kuba
Bisheriger Vizepräsident Miguel Díaz-Canel tritt die Nachfolge von Fidel Castro und Raúl Castro an. Hoher Frauenanteil im Staatsrat
Von amerika21
Kuba ist Sitz der Weltweiten Woche der Schutzimpfung in den Amerikas
Die Größte der Antillen ist zum ersten Mal Sitz der Woche der Schutzimpfung in den Amerikas, die jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet
Die Revolution der einfachen Menschen zählt weiterhin auf sie
Bei der gestrigen Würdigung der politischen Organisation 57 Jahre nach ihrer Gründung erhielten in der Hauptstadt 83 Kader und Arbeiter Anerkennungen
Hier der Hinweis auf den Blog unserer Freund_innen vom Projekt Tamara Bunke in La Habana: