Buena Vista Club 120

Auf diesen Seiten finden Sie Unterlagen zum Verein Buena Vista, Solidarität mit Cuba: Informationen zum Containerprojekt und zum Club 120

Interview mit Stefan Krenn im September 2014 auf Radio FRO

Juni 2014

Liebe CubafreundInnen
Lang hat´s gedauert, aber nun will ich die längst fällige Zwischenbilanz unserer Cubasolidarität ziehen. In Erinnerung möchte ich rufen, daß wir, der Verein „Buena Vista – Solidarität mit Cuba“ während der letzten Jahre 10 Großcontainer (40 Fuß Solidarität) beladen mit zahlreichen Spenden vom Krankenhausbedarf bis hin zu Kindergartenmaterial nach Holguin geliefert haben. Der Wert der Güter kann im Schnitt mit etwa 100.000 € pro Container beziffert werden, während sich die reinen Frachtkosten mit rund 5.000 € zu Buche schlagen. Dazu kommen noch eher geringe Ausgaben für manche Ankäufe, Transportkosten u.a. Kleinigkeiten. Dafür gilt den zahlreichen Spendern und Mitarbeiter des Vereines ein herzlicher Dank. Für diese Tätigkeiten wurden wir von der Privinzverwaltung in Holguin (entspricht einer Landesregierung) und von ICAP (Institut für Völkerfreundschaft) mit 2 hohen Auszeichnungen geehrt.
Die Verhältnisse in Cuba haben sich während der letzten Jahre deutlich verbessert, trotzdem gäbe es noch viel zu tun.Leider (für uns und andere Soligruppen) ist es so, daß unsere bisherigen Partner CTC (Confederation de Trabajo de Cuba – die cubanischen Gewerkschaften) und ICAP diese Agenden an das Außenhandelsministerium in Havanna abgeben mußten; ein Umstand, der bei mangelnder Kommunikation unsere Tätigkeit enorm verkompliziert hat.
So kam es auch bei der Lieferung eines Containers Herbst 2012 zu erheblichen Mißverständnissen (schlechte bis keine Kommunikation), wobei lange nicht klar war, wer die Fracht übernommen und verteilt hatte. Wir sandten diesen Container nicht wie sonst üblich nach Moa/Holguin, sondern aus Kostengründen über Havanna (Ersparnis rd. 1.500 €), wo er dann für etliche Wochen als unauffindbar erklärt wurde. Inzwischen haben wir erfahren,  daß dieser Container, weil nicht eindeutig für einen Fachbereich (z.B. Gesundheit/Krankenhaus oder Bildung/Schlen,……) zugeordnet war (was vorher Gewerkschaft oder ICAP übernommen hatte) von den Zollbehörden geöffnet und den Inhalt an das Außenhandelsministerium übergeben wurde, welches die Spenden im Raum Havanna verteilte.
Irritierend war, daß auf zahlreiche Anfragen und Interventionen (auch von der cub. Botschaft in Wien) über Verbleib und Verteilung keinerlei Information erfolgte. Diese eigenartige Haltung der cuban. Behörde führte dazu, daß einige unserer Mitarbeiter nicht mehr weitermachen wollten; wir anderen diskutierten, diese Form der Solidarität (Containerlieferungen) gänzlich einzustellen, wobei wir die zuständigen Behörden ersuchten, uns bis zum Jahresende 2013 Bescheid zu geben.
Daß wir (vorerst) trotzdem weitermachten, ergab sich im Herbst 2013. Im UKH Wien/Meidling wurde die Intensivstation völlig neu gestaltet und über Vermittlung des Leiters der Intensivmedizin, UniProf. Dr. Heinz Steltzer, ein ganz wichtiger Mitarbeiter, Organisator und Cubafreund, der unsere Bemühungen jahrelang unterstützte, bekamen wir einen Großteil dieser Station; 8 Akutbetten mit der zugehörigen elektronischen Überwachung und Implantate im Gesamtwert von etwa 450.000 €, die wir am 12. Dezember 2013 per Container von Wien an das Gesundheitsministerium in Havanna leiferten. Prof. Heinz Steltzer befand sich zu dieser Zeit in Havanna und führte mit den zuständigen Stellen Gespräche über Inhalt und dessen Verwendung.
In absehbarer Zeit ist geplant, 3 weitere UKH´s zu generalsanieren und es gibt bereits Gespräche mit den zuständigen Verwaltungen, auch diese Ausrüstung für Cuba zu erhalten; vom UKH Linz habe ich bereits eine diesbezügliche Liste erhalten, die gemeinsam mit Prof. Steltzer auf „Brauchbarkeit“ durchforstet wird. Vielleicht ergibt sich aus dieser Kooperation eine neue oder zielgenauere Form, unsere Solidaritäsprojekte weiter zu führen. So wie bisher, wo die Container mit Spenden für die verschiedensten Bereiche (Gesundheit, Sport, Schule,…..) angefüllt wurden, wird es sicherlich nicht weitergehen. Deshalb haben wir bei unserer letzten Besprechung den Beschluß gefasst, in einer Vereinsversammlung zu überlegen, wie und was wir weitermachen wollen. 
Wir werden also demnächst (noch vor dem Sommer) diese Versammlung abzuhalten, wo wir versuchen werden, eine Lösung zu finden. Unsere Kasse ist gut gefüllt (vor allem Dank für eure regelmäßigen Spenden), sodaß wir in der Lage sind, wichtige Sachen anzukaufen und „händisch“ (d.h. auf Reisen nach Cuba im Gepäck) nach Holguin zu transportieren. So etwas haben wir kürzlich zum ersten Mal probiert. Die Fluglinie Condor hat uns rd. 350 KG gratis transportiert.  Wir schickten bei der letzten Gruppenreise im April/Mai 2014 15 Rollstühle, 40 Paar Gehhilfen, 8 KG Amalgam, 3 Kartons Brillen und 4 große Kartons Sportbekleidungen nach Holguin, das wir per LKW zur Luftfracht nach Frankfurt transportierten. Außerdem hatten wir noch zahlreiche Solispenden im Reisegepäck mit dabei, u.a. ein elektron.Lesegerät und 4 elektron. Lesehilfen für eine Schule mit hör- und sehbehinderten Kindern, zahlreiche Utensilien für Kindergärten (Mal- und Bastelsachen, Spiele, Lego,…). Insgesamt kostete diese Fracht (Einkauf und Transport) rund 1.000 €. Im Vorjahr bekamen wir von der Fa. Hansaton 20 Hörgeräte und heuer spendete die Fa. Neuroth 600 Batterien dazu.
Da wir also in absehbarer Zeit höchstwahrscheinlich keine Container mehr nach Cuba senden werden (es sei denn, die UKH`s…..) stellen wir euch frei, eure monatlichen Spenden von 10 E in den „120er Club“ einzustellen oder weiter auf das Spendenkonto bei der Sparda zu überweisen.
Über den Ausgang unserer Beratung werden wir euch sobald wie möglich informieren.
Mit solidarischen Grüßen
Stefan Krenn
Buena Vista – Solidarität mit Cuba

Oktober 2010

Liebe CubaaktivistInnen, ich möchte euch erinnern, daß wir am KOMMENDEN SAMSTAG 23. Oktober ab 10.oo im ZIEGELWERK EBERSCHWANG den CONTAINER beladen

Ich ersuche um eure Hilfe. Wegen einer möglichen Fahrgemeinschaft ruft mich (0699 126 33 590)  an.

Mit solidarischen Grüßen
Stefan KRENN

Juni 2010:

Der nächste Container ist in Vorbereitung und soll noch im Sommer verschickt werden. dazu gibt´s von folgenden Institutionen in Kuba ganz konkrete Anforderungslisten, nach denen wir sammeln wollen:

1. Universitätsspital

2. öffentliche Gesundheit

3. Gewerkschaft

4. Sportschule

5. Palast der Pioniere

6. Puppenfabrik

Bitte bei Stefan Krenn melden, wenn wer diesbezüglich was auftreiben kann!

Vielen Dank!

Februar 2010

Companeras y Companeros

Wir haben eine äußerst erfolgreiche Arbeit hinter uns. So schafften wir es,  im Laufe der letzten Jahre 10 Container nach Cuba zu expedieren; im letzten Jahr waren es sogar 2.

Dazu war einige Mühe notwendig, aber wir haben diese Aufgabe gemeinsam geschafft. Ich wünsche mir, daß wir uns nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen, sondern daß wir unser Programm mit dem gleichen Elan wie bisher weiterführen. Ansporn dazu sollten die überaus positiven Reaktionen aus Cuba sein, die in einer erneuten Auszeichnung, die ich im Namen der Mitarbeiter unseres Vereines angenommen habe.

Ich lade euch deshalb zum Vereinstreffen am SAMSTAG 20. Februar um 14.oo zum Maorwirt in Eberschwang ein, das der Auftakt zu neuen Aktivitäten in diesem Jahr sein soll. Zuvor aber möchte ich zum abgelaufenen Jahr ein wenig Bilanz ziehen.

Im August und September 2008 wurde Cuba von 3 schweren Wirbelstürmen getroffen, die schlimmsten seit etwa 50 Jahren; die Zerstörungen waren gigantisch. Nach meinem Besuch in Holguin unmittelbar nach dieser Katastophe begannen wir sofort einen Container auszurüsten. Von vielen Firmen bekamen wir zum Teil großzügige Unterstützung; hervorheben möchte ich die Spenden der Fa. Sandoz (Antibiotika im Wert von etwa 130.000 Euro), etliche Paletten Verbandmaterial der Fa. Lohmann & Rauscher, viele Kartons Baby- und Kindernahrung (Fa. Hipp & Spitz) Schulmaterial, Kinderschuhe, Krankenhauswäsche, tausende Sackerl Gemüsesamen (SamenMaier), rund 4.000 Brillen (Hartlauer) viele Computer samt Monitore und Zubehör (Wolfgang) etliche medizin. Geräte, Sportbekleidung und, und, und….

Das alles mußte auch ins Lager transportiert werden, besten Dank dafür bei der Volkshilfe (Christian Schörkhuber) und der SJ Oberösterreich (Christian Buchinger), Blecki hat vieles organisiert und alle haben mitangepackt, um diesen Berg zu bewältigen.

Kaum war dieser Container abgefertigt, haben wir bereits mit der Aufstellung einer neuen Solidaritätslieferung begonnen, die einen ähnlichen Inhalt hatte, wie der soeben beschriebene; nur daß diesmal keine Antibiotika an Bord waren, sondern viele medizinische Geräte und Matratzen von IKEA

Finanziell sind wir recht gut aufgestellt  (ich möchte dem Finanzbericht von Franz nicht vorgreifen) sodaß wir in der Lage sind, heuer im Frühjahr einen weiteren Container abzusenden; Material ist genug vorhanden.

Darüberhinaus gibt es noch einiges Positives zu vermelden. Wie erinnerlich haben wir dank einer nahmhaften Spende des Kollegen Gupfinger im Jahr 2007 mit der Renovierung des Waisenhauses in Holguin begonnen. Nach einer Vorsprache beim damaligen Sozialminister Buchinger haben wir für die Fertigstellung des Hauses rund 8.000 Euro bekommen; auch diese Aufgabe konnte, wenn auch mit Schwierigkeiten, fertiggestellt werden. Ich hätte mir nie träumen lassen, wie schön das Haus geworden ist (beim Treffen am 20. Februar wird es einige Fotos geben).

Dann stellte ich für die internationale Konferenz zu „FREE THE FIVE“, die Mitte November in Holguin stattfand, eine Reisegruppe bestehend aus 11 Personen zusammen

48 Nationen waren anwesend, wir stellten nach den US-Amerikanern (bestehend aus StudentInnen die in Cuba Medizin studieren) gefolgt aus einer großen Gruppe aus Russland, das 3stärkste Kontingent. Inhaltlich war es eine außerordentlich interessante Konferenz, die auch von zahlreichen wichtigen Politikern besucht war; ein Senator aus Japan, mehrere Parlamentsabgeordnete aus Europa, viele Vertreter starken Nichtregierungsorganisationen besonders aus Canada, Frankreich und anderen Ländern. Leider ist dieser Justizskandal in Europa noch immer kein Thema und wir sollten uns bemühen, dies einer breiteren Öffentlichkeit bewußt zu machen.

Im Anschluß an diese 3-tägige Konferenz organisierte ich für unsere Gruppe ein Besuchsprogramm in Holguin, Santiago, Bayamo und der „Sierra“. Wir hatten eine Diskussion mit Spitzengewerkschaftern, besuchten Betriebe, Kindergärten, die Sportschule, Krankenhäuser und kulturelle Einrichtungen  und auch baden im Atlantik stand am Programm. Ankündigen kann ich bereits, daß die nächste Konferenz heuer um Mitte November stattfinden wird, wobei ich wieder ein ähnliches Programm organisieren möchte.

Ein Ergebnis dieser sehr informativen Exkursionen wird ein neues Projekt, der Pionierpalst in Holguin sein. Diese Einrichtung des Jugendverbandes hat unter anderem eine „vorbereitende Berufsausbildung“ zum Inhalt. Und es ist wie mit vielen Einrichtungen; exzellenter Inhalt bei mangelhafter materieller Ausstattung. So stelle ich mir 3/4 Teilbereiche vor; die Ausrüstung eines Computerzimmers und einer Schlosser- und Tischlerwerkstätte. Auch die Sportschule hat großen Bedarf an Unterstützung. Zu diesem Behufe wird wieder eine „Wunschliste“ erstellt (sie ist im Moment zu Übersetzung), wo dann jeder der will, seinen Möglichkeiten entsprechend organisieren kann.

Für die Ausrüstung des nächsten Containers gibt es bereits viel Material. So bekommen wir vom Papiermachermuseum in Steyrermühl eine vollständige Druckerei für die Gewerkschaft und vorige Woche bekamen wir 12 Krankenhausbetten, Matratzen und viel Bettwäsche von der Familie Martinek aus Tolltet; im Lager befinden sich noch viele Fahrräder, Rollstühle, Kleidung und vieles andere mehr, sodaß ich schätze, daß wir den nächsten Container bereits Ende April bis Mitte Mai fertig machen können. Eine Wiener Pharmafirma hat uns 20 Paletten mit Infusionsmaterial angeboten und auch andere Spenden werden im Lauf der nächsten Wochen eintrudeln.

Als vorerst letzten Punkt möchte ich noch die schon lange diskutierte Hamburgreise hinweisen; ein günstiger Termin wäre vom 13. bis 16. Mai.

Ich möchte an dieser Stell nochmals an die Versammlung vom 20. Februar erinnern.

Mit solidarischen Grüßen

Stefan

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