Die Schere dem Staat ?

Kubas ökonomische Maßnahmen
Interview mit Dr. Tobias Kriele: Sicher hängt der Sozialismus nicht davon ab, ob dem Staat die Schere des Friseurs gehört.
Von Eva Haule in: amerika21.de vom 12.01.2013
Tobias, du lebst seit 2003 mit Unterbrechungen jetzt acht Jahre in Kuba, hast dort dein gesamtes Studium und kürzlich eine Promotion im Fach Philosophie beendet. Kannst du aus deiner Sicht und aufgrund deiner Erfahrungen eine Einschätzung zu den Veränderungen geben, die in Kuba seit 2011 vollzogen werden?
Es ist schwer, das kurz zusammenzufassen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass ich aus eigener Erfahrung nur von einem zeitlichen Ausschnitt der kubanischen Realität berichten kann, welcher schon sehr spät in der Sonderperiode anzusiedeln ist. Um allerdings die Prozesse zu begreifen, die sich heute in Kuba vollziehen, ist die Geschichte der Revolution seit 1959, genau genommen sogar seit den ersten Unabhängigkeitsbestrebungen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, im Ganzen zu betrachten. (zum Interview auf amerika21.de)

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Kubas Strände leiden unter Erosion

amerika21twitteramerika21.de vom 30.11.2012

Nach einer Studie des Nationalen Ozeanologischen Institutes Kubas weisen 84 Prozent der 413 Strände der Karibik-Nation „Anzeichen von Erosion“ aufgrund des Klimawandels auf. Die Forscher stützen sich dabei auf die Ergebnisse einer Feldstudie.
Wie José Luis Juanes, der Chef der für die Küstenbereiche zuständigen Abteilung erläuterte, sollte die Untersuchung Prognosen darüber erstellen, wie die unterschiedlich ausgeprägten Sandküsten des Landes auf ein Ansteigen des Meeresspiegels vorbereitet werden können.
Der Studie zufolge sind für diesen Erosionsprozess auch über lange Zeit hinweg vom Menschen praktizierte unsachgemäße Eingriffe verantwortlich. Dazu gehören die Entnahme von Sand zu verschiedenen Zwecken, die Errichtung unterschiedlicher Bauten auf den Dünen sowie die fehlerhafte Platzierung von Buhnen an der Einmündung von Kanälen und vorgelagerten Hafenanlagen. (zum Artikel auf amerika21.de)

Die strukturelle Gewalt der kannibalischen Weltordnung (Jean Ziegler)

„Kuba verteidige ich aus Überzeugung. In Kuba essen die Kinder, gehen zur Schule, werden gepflegt. Punkt. Auf diesem Kontinent ist das schon sehr viel“, sagt Jean Zieger, der eh. UN Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, im Interview mit der Zeitung „Neues Deutschland“ (29./30.9.2012). Der alltägliche Skandal des Hungers werde v.a. von den „zehn weltweit führenden Nahrungsmittelkonzernen“ verursacht. Zum Artikel.

Rechter Raser in Kuba verurteilt

Ángel Carromero Barrios Carromero, der stellvertretende Vorsitzende einer spanischen Jugendorganisation (von der konservativen Partido Popular/PP) wurde beim Prozess im kubanischen Bayamo am 5. Oktober wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Haft verurteilt. Carromero hat den Unfallhergang selbst bestätigt und sich für seine verantwortungslose Raserei entschuldigt. Unmittelbar nach dem Ereignis versuchten aber ultrarechte Gruppen in Miami und einige kubanische »DissidentInnen« politisches Kapital aus den beiden tragischen Todesfällen – die Kubaner Oswaldo Payá und Harold Cepero starben bei dem Unfall – zu schlagen. Weiterlesen „Rechter Raser in Kuba verurteilt“

USA blockieren Hilfe für Kinder mit Leukämie

Die gegen von Washington gegen Kuba verhängte Wirtschaftsblockade beeinträchtige den Erwerb von alternativen Medikamenten für Kinder mit akuter Leukämie, prangerte Dr. José M. Ballester, Generaldirektor des Instituts für Hämatologie und Immunologie, an. Von Mai 2011 bis April 2012 sei ein Schaden für den Gesundheitsbereich von ca. zehn Millionen Dollar entstanden, wobei eine größere Anfälligkeit bei jüngeren Patienten bestehe, sagte Dr. Ballester, der auch der Präsident der kubanischen Gesellschaft für Hämatologie und Immunologie ist.
Durch die feindliche Politik der US-Regierung gäbe es größere Einschränkungen für die Entsendung von Arzneimittelspenden durch US-amerikanische Organisationen und die angemessene Behandlung der Kranken werde immer schwieriger, sagte er.
Eine andere Auswirkung der Blockadepolitik sei auch die Weigerung, Kuba Reagenzien für Forschungszwecke in einem Panel der Weltgesundheitsorganisation zur Verfügung zu stellen, sagte Ballester.
Der Wissenschaftler verwies auf die lange Liste von Hindernissen, die die Politik Washingtons den Ärzten, Krankenschwestern und Technikern in den Weg legt, wenn sie ihnen zum Beispiel den Besuch eines Bildungszentrums in den USA nicht gestattet.

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Massakrierte Glaubwürdigkeit – »Wirklichkeitsentwürfe« in den Medien

bewusst oder unbewusst geformte Bilder einer vermeintlichen Realität, die aktiv oder passiv zustande kommen können, durch bewusste Manipulation wie im Fall der »politischen Gefangenen« in Kuba oder durch die Integration politisch auslegbarer Meldungen in ein bestehendes Weltbild. Beispiel Kuba: Deutsche Medien berichteten wiederholt von bis zu 200 politischen Gefangenen in Kuba. Weiterlesen „Massakrierte Glaubwürdigkeit – »Wirklichkeitsentwürfe« in den Medien“

Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

Cuba kompakt – März 2012
Regierungsapparat gestrafft, Ministerienlandschaft verändert sich
Du bist kein Hund, Moutaz Al Quaissia
Cubanische Biotechnologie und ihre Fortschritte
US-Senatoren zu Besuch in Havanna
Cuba bereit zur Teilnahme am Gipfel derAmerikas
Rená Gonzalez beantragt Erlaubnis nach Cuba zu reisen
Fidel und Raúl Castro auf Krankenbesuch
Arbeiter auf eigene Rechnung gewerkschaftlich organisiert
Eine Anhörung der besonderen Art

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Zurück aufs Land, Compañeros!

von Bert Beudel in Neues Duetschland vom 22.12.2011
Die Neuverteilung des Ackerlandes an Klein- und Neubauern schreitet voran, die Produktionsergebnisse lassen aber noch zu wünschen übrig
Dass eine Wiederbelebung des Agrarsektors in Kuba Not tut, hat die Regierung in Havanna schon vor Jahren er- und bekannt. Die Agrarreform von 2008 ist das Kernstück, mit der die Trendwende geschafft werden soll.
Die Marschroute steht bereits seit 2008: »Wir müssen das Land wieder produktiv machen«, lautete die Parole von Kubas Staatschef Raúl Castro am 26. Juli 2008. Ausgegeben hatte er sie in seiner Rede anlässlich des Jahrestags des Sturms auf die Moncada-Kaserne 1953, des offiziellen Auftakts der kubanischen Revolution, die 1959 im Sturz der Batista-Diktatur gipfelte. Da hatte das Nationale Statistische Amt (ONE) gerade bestätigt, dass von 6,6 Millionen Hektar Nutzfläche nur noch 2,9 Millionen Hektar bestellt werden. Ein Desaster für die Nahrungsmittelproduktion auf der Insel, denn sinkender Anbau bedeutet im Umkehrschluss steigende Importe. Und die kosten Devisen. Devisen, die die Regierung von Raúl Castro eigentlich nicht hat. Das war 2008 so und das ist auch 2011 so. Die Rechnung für die Nahrungsmittelimporte beläuft sich auf rund 1,5 bis 2,5 Milliarden Dollar pro Jahr – je nach Weltmarktpreisniveau.

zum Artikel auf Neues Deutschland

Der Tag der Menschenrechte – einmal anders gesehen

P R E S S E E R K L Ä R U N G Netzwerk Kuba Deutschland  vom 10. 12. 2011

Am 10. Dezember wird der Tag der Menschenrechte begangen und in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. 2009 erhielt ihn Barack Obama. Aber der US-Präsident hat bis heute nicht den „unerklärten Krieg gegen Cuba“ beendet, der seit 1959 mehr als 3000 Todesopfer gefordert hat. Anschläge auf Handelsschiffe, Luftverkehr und cubanische Diplomaten, Künstler, Sportler und Entwicklungshelfer gehörten ebenso dazu wie Bombenanschläge auf cubanische Hotels und der Beschuss touristischer Einrichtungen an der Küste durch Schnellboote. Krankheitserreger sowie Pflanzenschädlinge wurden aus Kleinflugzeugen beim Überfliegen der Insel abgeworfen. Gegen die Urheber dieser und weiterer Machenschaften wurde in den USA nie Anklage erhoben.
Stattdesen wurden fünf Cubaner, die Dokumente und Beweise sammelten, um die Terrormaßnahmen gegen Cuba zu unterbinden, zu ungerechten und unverhältnismäßig hohen Strafen verurteilt. Im Pro-zess wegen angeblicher Verschwörung zur Spionage – für Spionage gab es keine Beweise – bestätig-ten hohe Militärs der USA, dass die Aktivitäten nicht gegen die Vereinigten Staaten oder deren Bevöl-kerung gerichtet waren. Vergeblich.
Die USA, die sooft Menschenrechte einfordern, halten sie gegen die 5 Cubaner selber seit dreizehn Jahren nicht ein. Die Regierung hat kein faires Verfahren ermöglicht, sie hat eine feindselige Berichter-stattung heimlich und illegal durch Zahlung an einflussreiche Journalisten unterstützt. Strafmaßnah-men wie Isolationshaft dürfen nicht länger als 60 Tage andauern, bei den cubanischen Gefangenen dauerten sie 17 Monate und wurden nur durch internationale Proteste begrenzt. Zwei der Ehefrauen erhalten kein Visum, auf diese Weise wird ihnen das in US-Gesetz und Völkerrecht garantierte Be-suchsrecht vorenthalten. René González, der als Erster seine unrechtmäßige Strafe verbüßt hat, muss nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis noch drei Jahre „überwachte Freilassung“ mit elektroni-scher Fußfessel in Florida verbringen, statt in sein Land und zu seiner Familie zurückkehren zu kön-nen.
Die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen hat das Vorgehen der US-Behörden gegen die Cuban 5 als willkürlichen Freiheitsentzug eingestuft. Amnesty International, die Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt, forderte 2010, den Fall erneut zu prüfen und die Ungerechtigkeit durch Gnadenerlass abzumildern, unabhängig von der Schuldfrage.
Weltweit kämpfen zahlreiche Menschen und Organisationen gegen diese Unrechtsurteile an: Solidari-tätsgruppen aus aller Welt, Parlamentsmitglieder, Minister und Juristenorganisationen, zahlreiche Per-sönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Angela Davis, Danny Glover, Manu Chao, Oscar Niemeyer, Ramsey Clark, Noam Chomsky, in Deutschland u.a. Rolf Becker, Roger Willemsen, Peter Sodann, Klaus Staeck, Sahra Wagenknecht. Nobelpreisträger wie Günter Grass, Elfriede Jelinek, Nadine Gor-dimer, Rigoberta Menchú, Dario Fo, Adolfo Pérez Esquivel, José Saramago sowie der Senat von Me-xiko, die Nationalversammlung von Panama, Mary Robinson – Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1997 bis 2002 – haben bereits 2009 vom Obersten Gerichtshof der Verei-nigten Staaten eine Überprüfung des Verfahrens verlangt.
Das sollte bei jedem Journalisten die Frage aufwerfen, was diese vielen unterschiedlichen Menschen dazu bringt, sich für die Freiheit der cubanischen Gefangenen einzusetzen. Olga Salanueva, Renés Ehefrau, nennt einen der Gründe: „Alles, was sie getan haben, war von den edelsten Gefühlen inspi-riert, von ihrer Bestimmung, das Leben zu verteidigen und andere Menschen zu schützen.“ Die Fünf benötigen nun Ihren Schutz und Ihre Unterstützung. Schaffen Sie Öffentlichkeit! Lassen Sie es nicht zu, dass durch bezahlte Medienberichte ein Verstoß gegen die Menschenrechte möglich ist.

siehe auch: Demokratie und Menschenrechte in Cuba auf:
redcuba.wordpress.com

UNFPA-Bericht bestätigt humanitäre Entwicklung Kubas

Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen bestätigt Kuba als das Land mit der besten humanitären Entwicklung in Lateinamerika
(Presseaussendung der ÖKG in Wien)
Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA), hat in seinem kürzlich präsentierten Weltbevölkerungsbericht 2011 klar aufgezeigt, dass Kuba das Land mit der besten humanitären Entwicklung in Lateinamerika ist. Der Vorsprung gegenüber den anderen Ländern Lateinamerikas und der Karibik beträgt ein Viertel Jahrhundert.
Folgende Faktoren sind ausschlaggebend: die niedrige Kindersterblichkeitsrate (5,8 auf 1000 Lebendgeburten), die hohe Lebenserwartung (Männer: 77 Jahre, Frauen: 81 Jahre), der Zugang zu Gesundheitsversorgung (91 Prozent) und Bildung (100 Prozent) sowie die Alphabetisierungsrate (100 Prozent bei beiden Geschlechtern). Alle Werte sind ähnlich wie jene der industrialisierten Länder oder übertreffen sie ….

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