Fidel vermittelt

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Kolumbianische Senatorin zu Besuch in Havanna. Gespräche mit dem früheren kubanischen Präsidenten Castro. Spekulationen um Anschlag in Bogotá
Von André Scheer in: Junge Welt vom 14.08.2010

Der frühere kubanische Präsident Fidel Castro scheint sich als Vermittler in dem seit Jahrzehnten anhaltenden Bürgerkrieg in Kolumbien anzubieten. Am Donnerstag (Ortszeit) empfing er in Havanna die kolumbianische Senatorin Piedad Córdoba, die in der Vergangenheit mehrfach mit der Guerilla des süd­amerikanischen Landes die Freilassung von Gefangenen ausgehandelt hatte. Obwohl sich die kubanischen Agenturen über die Details der Unterhaltung ausschweigen und nur protokollarisch vermelden, daß sich beide »optimistisch für einen Sieg des Friedens und den Aufbau einer neuen Welt« gezeigt hätten, läßt ACN zumindest durchblicken, daß es nicht bei einem einmaligen Treffen bleiben soll. Noch am Sonntag wird Fidel Castro demnach eine »Gruppe der wichtigsten Führungspersönlichkeiten« Kolumbiens empfangen, »die für den Frieden kämpfen«.

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Fidel Castro Happy Birthday!

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Mit Konzerten, Buchvorstellungen, Wandbildern und Diskussionsveranstaltungen haben die Kubaner am gestrigen Freitag den 84. Geburtstag ihres früheren Präsidenten Fidel Castro begangen. Das kubanische Fernsehen strahlte einen Dokumentarfilm über die Beziehungen zwischen dem Comandante und dem vietnamesischen Revolutionär Ho Chi Minh aus, der von einer Diskussionsrunde mit dem vietnamesischen Botschafter in Havanna und Kubas diplomatischem Vertreter in Hanoi begleitet war. Die Tageszeitung Juventud Rebelde berichtete über eine Botschaft des kubanischen Studierendenverbandes FEU an Castro, in dem die Jugendlichen ihm mitteilen, daß sie ihm das kommende Studienjahr widmen wollen. Anlaß dafür sei, daß sich demnächst der Beginn von Fidels Studium zum 65. Mal jährt.

Auch in anderen Ländern wurde das Datum genutzt, um auf das Lebenswerk des Comandante en Jefe aufmerksam zu machen. So präsentierte das Amerikanische Sozialforum in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, eine Fotoausstellung unter dem Motto »Mit Fidel und für den Frieden«. Die venezolanische Regierung veröffentlichte in den Zeitungen des Landes ganzseitige Anzeigen mit einer Zeichnung Fidels und einem roten Stern sowie der Losung »84 Jahre Leben für eine Zukunft des Friedens – Nein zum Krieg!«

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Fidel Castro meldet sich im Rampenlicht zurück

Harald Neuber in: Neues Deutschland vom 11.08.2010

Kubanischer Revolutionsführer spart Innenpolitik bei Auftritten aus
Fidel Castro sucht nach Jahren der Abstinenz wieder die öffentliche Bühne: Nach seinem Auftritt im Parlament legte er mit einem Fernsehinterview gleich nach.
Der überraschende Auftritt Fidel Castros bei einer Sondersitzung der Nationalversammlung Kubas am Samstag soll offenbar keine Ausnahme bleiben. Nachdem der fast 84-jährige vier Jahre auf öffentliche Auftritte verzichtet hat, strahlte das kubanische Fernsehen nun ein Interview des Revolutionsführers mit venezolanischen Pressevertretern aus. Im Gespräch mit den Journalisten Vanessa Davis, Andrés Izarra, Walter Martínez und Mario Silva warnte Fidel Castro dabei erneut vor der Gefahr einer nuklearen Auseinandersetzung. Schuld daran sei die aggressive Politik der USA gegen Nordkorea und vor allem gegen Iran.

Bereits in der Nationalversammlung hatte Castro, der an diesem Freitag seinen 84. Geburtstag feiert, mit eindringlichen Worten vor einem atomaren Schlagabtausch gewarnt. »Für die Menschheit gäbe es dann keine Rettung mehr«, warnte er. Zugleich hob er die Verantwortung Barack Obamas bei einem möglichen neuen Krieg hervor: »Ein Mann muss die Entscheidung alleine treffen: der Präsident der Vereinigten Staaten.« Seine Berater beginnen dies zu verstehen, deutete Castro an.

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Fidel ist auf dem Laufenden

Kubas Revolutionsführer im TV-Interview
aus: Neues Deutschland vom 14.07.2010
Das kubanische Fernsehen hat am Montag (Ortszeit) erstmals seit elf Monaten ein Interview mit Altpräsident Fidel Castro ausgestrahlt.
Havanna (Agenturen/ND). Eine Stunde lang sprach der 83-jährige Revolutionsführer in der Sendung »Runder Tisch«. Er wirkte in dem Interview gebrechlich, aber entspannt und in augenscheinlich stabiler gesundheitlicher Verfassung. Der Máximo Líder sprach flüssig und lange. Zuletzt hatte sich Castro im Jahr 2007 in der gleichen Sendung präsentiert und bei dieser Gelegenheit seine Darmkrankheit öffentlich gemacht.

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Der Ursprung der Kriege

Reflexionen des Genossen Fidel: Der Ursprung der Kriege

Am 4. Juli habe ich behauptet, dass weder die Vereinigten Staaten noch Iran nachgeben würden; „die einen aus dem Stolz der Mächtigen heraus, und die anderen, im Geiste des Widerstands gegen das Joch und wegen der Fähigkeit zu kämpfen, wie es so oft in der Menschheitsgeschichte geschehen ist…

Bei fast allen Kriegen ist es so, dass eine der Seiten ihn verhindern möchte, und manchmal beide. Dieses Mal wird er stattfinden, auch wenn eine der beiden Seiten dies nicht möchte, wie es in den zwei Weltkriegen von 1914 und 1939 geschehen ist, wo nur 25 Jahre zwischen dem Ausbruch des ersten und des zweiten lagen.

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Die historische Tragweite von José Martís Tod

Fidelcastroarchiv vom 19.05.2010

Unter Abstraktion der heute die menschliche Gattung mit Sorge erfüllenden Probleme kann man sagen, dass unser Vaterland das Privileg hatte, die Wiege eines der außerordentlichsten in dieser Hemisphäre geborenen Denker zu sein; sein Name: José Martí.

Morgen, am 19. Mai, jährt sich zum 115. Male der Tag seines ruhmreichen Todes.

Das Ausmaß seiner Größe und Würde könnte nicht bewertet werden, ohne dabei zu berücksichtigen, dass diejenigen, mit denen er zusammen das Drama seines Lebens schrieb, ebenfalls solche außerordentlichen Figuren waren wie zum Beispiel Antonio Maceo, immerwährendes Symbol der revolutionären Standhaftigkeit, welcher die Hauptrolle bei der Protesta de Baraguá (Protestaktion von Baraguá) inne hatte; und Máximo Gómez, dominikanischer Internationalist, Meister für die kubanischen Kämpfer während der zwei Unabhängigkeitskriege, an denen sie teilnahmen. Die Kubanische Revolution, die über ein halbes Jahrhundert lang den Schlägen des mächtigsten je vorhandenen Imperiums standgehalten hat, ist Ergebnis der Lehren jener Vorgänger.

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Reflexionen des Genossen Fidel

Die US-Gesundheitsreform

Barack Obama glaubt mit Eifer an das der Welt durch die Vereinigten Staaten auferlegte kapitalistische System. „Gott segne die Vereinigten Staaten“ – so beendet er seine Reden.
Einige seiner Taten haben die Sensibilität der Weltöffentlichkeit verletzt, die den Sieg des  afroamerikanischen Bürgers gegenüber dem Kandidaten der Äußersten Rechten jenes Landes mit Sympathie verfolgt hatte. Gestützt auf eine der schlimmsten, je der Welt bekannten Wirtschaftskrisen und auf den Schmerz, der von den in den völkermörderischen Eroberungskriegen seines Vorgängers umgekommenen bzw. verletzten oder verstümmelten jungen US-Amerikanern ausging, erreichte er die Stimmenmehrheit jener 50% der US-Amerikaner, die in diesem so demokratischen Land zu wählen geruht haben.
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Wir schickten Ärzte und nicht Soldaten

Reflexionen des Genossen Fidel:
Wir schickten Ärzte und nicht Soldaten

In der am 14. Januar verfassten Reflexion – zwei Tage nach der Katastrophe von Haiti, die jenes benachbarte Bruderland zerstört hat – habe ich Folgendes geschrieben: „Im Gesundheitswesen und auf anderen Gebieten leistet Kuba – trotzdem es ein armes und unter Blockade stehendes Land ist – seit Jahren dem haitianischen Volk Hilfe. Circa 400 Ärzte und Fachleute im Gesundheitswesen leisten dem haitianischen Volk kostenlos Hilfe. In 127 der 137 Gemeinden des Landes arbeiten täglich unsere Ärzte. Andererseits wurden mindestens 400 junge Haitianer in unserem Vaterland zu Ärzten ausgebildet. Sie werden jetzt zusammen mit der gestern dorthin gereisten Verstärkung arbeiten, um in dieser so kritischen Situation Leben zu retten. Sodass bis zu eintausend Ärzte und Fachleute im Gesundheitswesen mobilisiert werden können, die schon fast alle dort und bereit sind, mit jeglichem anderen Staat zusammenzuarbeiten, der Leben von Haitianern retten und Verletzte rehabilitieren möchte.“

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Die Lehre von Haiti

Reflexionen des Genossen Fidel: Die Lehre von Haiti

Vor zwei Tagen, es war spät am Nachmittag nach kubanischer Zeit und aufgrund der geografischen Lage in Haiti dort schon abends, strahlten die Fernsehsender erste Nachrichten über ein gewaltiges Erdbeben mit einer Stärke von 7,3 auf der Richter-Skala aus, das Port-au-Prince schwer getroffen hat. Das seismische Phänomen rührte aus einer tektonischen Verwerfung unter dem Meer her, nur 15 Kilometern von der haitianischen Kapitale entfernt, einer Stadt in der 80 Prozent der Bevölkerung labile Behausungen aus Lehmziegeln und Stampflehm bewohnen.

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Die Welt fünfzig Jahre später

Reflexionen des Genossen Fidel: Die Welt fünfzig Jahre später (zum Fidel Blog)

Vor zwei Tagen, zum 51. Jahrestag des Siegs der Revolution, kamen in mein Gedächtnis die Erinnerungen an den 1. Januar 1959. Keiner von uns hatte niemals die eigenartige Idee gehabt, dass wir uns nach einem halben Jahrhundert, das sehr schnell vergangen ist, daran erinnern würden, als wäre es gestern gewesen.

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