Cuban 5 Kolloquium in Holguin

cinco_heroes1Die deutsche Homepage „Miami five“ berichtet, dass die herausragende US-Menschenrechts-Aktivistin Angela Davis am 4. Internationalen Kolloquium über den Fall der Cuban Five teilnehmen wird, das am 7. und 8. November in der ostkubanischen Stadt Holguin abgehalten wird.
Die afro-amerikanische Aktivistin wird begleitet von einer Gruppe Persönlichkeiten aus den USA die sich ebenfalls neben Hunderten von Kubafreunden aus 35 Ländern an der Veranstaltung beteiligen werden. Ausländische Jugendliche halten verschiedenen Kurse im kubanischen Ausbildungszentrum ab.
Journalisten, Juristen, Schriftsteller, Filmemacher und andere Berufsgruppen werden sich im Expo-Holguin Ausstellungs- und Konferenzzentrum treffen. Organisiert wurde das Kolloquium vom Kubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP).
Während der Versammlung werden die Teilnehmer die Freilassung von Gerardo Hernández, Antonio Guerrero, René González, Fernando González und Ramón Labañino, international bekannt als die Cuban Five, fordern.
Verwandte der Fünf werden im Rahmen eines interaktiven Forums teilnehmen. Außerdem wird eine Ausstellung mit Zeichnungen von Antonio Guerrero gezeigt.
Der ICAP-Vertreter Amauri Torno erzählte der Kubanischen Nachrichtenagentur ACN, dass eine CD mit dem Titel „Libertad que viene“ [Die Freiheit kommt] mit vertonten Gedichten von Ramón Labañino im Ismaelillo-Kino vorgestellt wird.
(Quelle: ACN vom 1. November 2008)

Chávez verleiht Kubanern höchsten Orden Venezuelas

(www.redglobe.de) Venezuela verleiht den seit zehn Jahren in US-Gefängnissen inhaftierten kubanischen Aufklärern den höchsten Orden des Landes. Das kündigte Venezuelas Präsident Hugo Chávez am Sonnabend in Bolívar, 500 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Caracas, an. Antonio Guerrero, Fernando González, Gerardo Hernández, Ramón Labañino und Rene González erhalten den Orden del Libertador (Orden des Befreiers) für ihren Kampf gegen den Terrorismus, erklärte Chávez während des Gründungskongresses des Jugendverbandes der Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV).
Die fünf Kubaner, die in von Miami aus operierende Organisationen eingedrungen waren, um gegen Kuba gerichtete Anschläge zu verhindern, seien nicht nur Helden Kubas, sondern auch Helden des Volkes und der Jugend Venezuelas. Als Kämpfer gegen den Terrorismus bezahlten sie als „Gefangene des Imperiums“ für ihr Verhalten. Tatsächlich seien sie „fünf vom nordamerikanischen Imperium entführte Jugendliche“, so der venezolanische Präsident. Der venezolanische Orden sei eine Anerkennung für ihr Heldentum und ihre Aufopferung, so Chávez. Zahlreiche Jugendorganisationen Venezuelas hatten seit mehr als einem Jahr Unterschriften unter einer Resolution gesammelt, in der von der Regierung die Verleihung des Ordens an die fünf Antiterroristen gefordert wurde.

Zugleich kritisierte Chávez, dass sich Washington nach wie vor weigert, den verurteilten Terroristen Luis Posada Carriles an Venezuela auszuliefern. Posada war aus einem venezolanischen Gefängnis geflohen, in dem er wegen eines Bombenanschlags auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug eingesessen hatte, der 73 Menschen das Leben gekostet hatte. 

Tochter von Che kritisiert USA

Aleida Guevara March (r.), Ärztin und Tochter von Che Guevara, hat scharfe Kritik am Umgang der USA mit den »Miami Five«, fünf in den Vereinigten Staaten wegen »Spionage« inhaftierten Kubanern, geübt. »Die Amerikaner halten nicht einmal ihre eigenen Gesetze und Richtlinien ein«, so Guevara March am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin, an der auch Elizabeth Palmeiro (l.), Ehefrau eines der fünf Männer, teilnahm. Die Kubaner, die im Auftrag ihrer Regierung in Exilorganisationen in Miami Informationen über terroristische Aktivitäten gegen ihr Land sammelten und nach ihrer Verhaftung 1998 zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt wurden, dürfen ihre Familienangehörigen seit Jahren nicht sehen, obwohl dieses Recht in der US-amerikanischen Verfassung verankert ist. (Junge Welt vom 20.09.2008)

200 Komitees für die 5 Kubaner in US Gefängnissen

http://www.jungewelt.de

Peter Wolter, 20.09.2008
Die Kubaner kämpfen weiter um die Freilassung der fünf in den USA inhaftierten Landsleute. Ein Gespräch mit Elisabeth Palmeiro
Elisabeth Palmeiro ist mit Ramón Labañino verheiratet, einem der fünf Kubaner, die wegen ihres Antiterrorkampfes in den USA lebenslange Freiheitsstrafen verbüßen

Ihr Mann ist jetzt seit zehn Jahren in einem US-Gefängnis inhaftiert, weil er mit vier anderen Kubanern zusammen versucht hat, Terroranschläge gegen sein Land zu verhindern. Haben Sie ihn besuchen können?

Mir wurden bisher fünf Besuche bewilligt. Das letzte Mal habe ich ihn allerdings vor zweieinhalb Jahren gesehen. Die Ehefrauen von René Gonzáles und Gerardo Hernández sind schlechter dran, ihnen wurde die Einreiseerlaubnis achtmal verweigert.

Wie geht es ihm im Gefängnis?

Ramón wurde zu lebenslang plus 18 Jahre verurteilt. Man hat ihn in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht, in dem vorwiegend Schwerverbrecher einsitzen. Das ist sehr gefährlich für ihn, weil die sich in gewalttätigen Banden organisiert haben, die Mithäftlinge terrorisieren.

Gibt es Schikanen der Gefängnisleitung?

Ja natürlich. Sobald irgendein Problem in der Haftanstalt auftritt, bekommen alle Häftlinge Arrest – d. h., sie bleiben zwischen 24 Stunden und acht Wochen in ihren Zellen eingeschlossen. Zusätzlich gibt es spezielle Isolationszellen.

Seit Jahren wird versucht, ein Wiederaufnahmeverfahren einzuleiten, bisher vergeblich. In den USA steht jetzt die Wahl eines neuen Präsidenten an – können Sie sich vorstellen, daß bei einem Sieg von Barack Oba­ma bessere Chancen bestehen?

Nein, diese Illusion haben wir nicht. Es könnte allerdings der Fall eintreten, daß die künftige Regierung der USA weniger aggressiv und weniger fundamentalistisch ist als die des gegenwärtigen Präsidenten George W. Bush. Damit könnte sich das gesellschaftliche Klima verbessern, was auch die Justiz dahingehend beeinflussen könnte, daß sie nach den Gesetzen der USA urteilt und nicht wie im Fall von Ramón und seinen vier Genossen nach den außenpolitischen Interessen der Regierung.

Kuba kämpft seit vielen Jahren um deren Freilassung. Haben Sie einen Überblick darüber, welche Resonanz diese Bemühungen in der Weltöffentlichkeit finden?

Viele Menschen wissen so gut wie gar nichts über Kuba. Sie haben noch nie davon gehört, daß es seit der Revolution vor einem halben Jahrhundert von den USA ausgehend laufend Terroranschläge gegen unser Land gab, denen Tausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Das muß man erst einmal wissen, um verstehen zu können, warum wir uns so für die fünf Genossen einsetzen. Aber zum Glück hat Kuba viele Freunde in der ganzen Welt. Bis heute wurden in 100 Ländern schätzungsweise 200 Solidartitätskomitees gegründet, die sich für die Freilassung der fünf einsetzen. Außerdem ist es gelungen, wichtige Resolutionen auf Parlamentsebene durchzusetzen – etwa in Großbritannien, Kanada, Rußland, Deutschland, Venezuela, Mexiko und Bolivien. Auch Amnesty International hat schon dreimal bei den US-Behörden eine Besuchserlaubnis für die Familienangehörigen angemahnt. Außerdem hat der Rat für Menschenrechte – früher war das die Menschenrechtskommission der UNO – im Jahr 2005 erklärt, daß diese Männer willkürlich verhaftet wurden, weil sie kein US-Gesetz verletzt haben. Bisher hat es die US-Regierung nicht für nötig gehalten, darauf überhaupt zu antworten. Aber unser Kampf um die Freilassung der fünf geht weiter.

Deren Inhaftierung ist nur eines der Probleme Kubas. Jetzt gibt es ein neues: die Verwüstung durch die Hurrikane Gustav und Ike …

Havanna, wo ich wohne, war nicht direkt betroffen. Insgesamt wurden im Land 444000 Häuser zerstört. Der Schaden wird auf umgerechnet fünf Milliarden Dollar geschätzt. In vielen Regionen wurde das Stromnetz zerstört. Tausende Hektar Ackerland wurden durch Sturm und Regengüsse verwüstet. Alle landwirtschaftlichen Produkte sind betroffen: Tabak, Bananen, Zuckerrohr, Zitrusfrüchte, Reis usw. Es ist so, als ob das Land wie in einem Krieg großflächig bombardiert worden wäre. Die Isla de la Juventud ist total zerstört. Die Hurrikansaison endet erst Ende November – bis dahin kann es noch weitere Katastrophen geben.

Unsere Regierung hat sofort die staatlichen Reserven für diejenigen zur Verfügung gestellt, die alles verloren haben. Natürlich ist die Situation sehr kritisch, wir sind darauf vorbereitet, daß es zu zahlreichen Engpässen kommt. Unsere Landwirtschaft konzentriert sich jetzt auf schnellwachsende Früchte wie Süßkartoffeln, Mais, Maniok und Gurken.

10 Jahre free the five

Gegen die Republik Kuba führen seit dem Sieg der Revolution über die Batista-Diktatur im Jänner 1959 alle bisherigen Regierungen der USA gemeinsam mit terroristischen Organisationen von Exilkubanern in Miami einen diplomatischen, medialen und wirtschaftlichen Krieg, begleitet von Terror- und Sabotageaktionen, die bisher das Leben von 3.478 KubanerInnen gefordert haben. US-Präsident G.W.Bush erklärte Kuba zum Schurkenstaat, der die Sicherheit der USA gefährde und den internationalen Terrorismus unterstütze.

Zur frühzeitigen Aufdeckung und Abwehr terroristischen Aktionen gegen Kuba haben 5 kubanische Patrioten die konterrevolutionären Organisationen von Exilkubanern unterwandert und umfangreiches Beweismaterial über geplante Terroraktionen gesammelt. Damit konnten mindestens 170 Anschläge auf  kubanische Institutionen und Persönlichkeiten verhindert werden.

1998 übergab die kubanische Regierung dieses Material an den FBI und US-amerikanischen Medien in der Erwartung, dass die US-Behörden weitere Terroraktionen unterbinden und gegen die Terrororganisationen in Miami gerichtlich vorgehen werden. Die Bush-Regierung, die sich als führende Macht im Kampf gegen den Terrorismus brüstet, ist nicht gegen die Miami-Terroristen vorgegangen, sondern ließ am 12.September 1998 die 5 kubanischen Antiterroristen festnehmen und einen Prozess gegen sie inszenieren.

Im Dezember 2001 wurden die 5 Kubaner in Miami zu langjährigen Haftstrafen für Verbrechen, die sie nie begangen haben, für „Verschwörung und Spionage“ bzw. für „Verschwörung zum Mord“ verurteilt:

Gerardo Hernandez zu 2mal lebenslänglich plus 15 Jahren

Ramon Labanino zu lebenslänglich plus 18 Jahren

Antonio Guerrero zu lebenslänglich plus 10 Jahren

Fernando Gonzalez zu 19 Jahren

Rene Gonzalez zu 15 Jahren.

Am 5.Juni 2008 bestätigten die Bundesrichter im 2. Berufungsverfahren in Atlanta die Urteile über Gerardo Hernandez und Rene Gonzalez. Die Strafen für die 3 anderen Kubaner wurden an das Gericht in Miami für ein neues Urteil zurück verwiesen. Wir wissen: in Miami bestimmen die Contras das Geschehen.

Das „Komitee-Austria FREE THE FIVE“ wird solange auf diesen Justizskandal hinweisen, bis den 5 Antiterroristen Gerechtigkeit widerfährt und sie frei gelassen werden. Wir appellieren an die Regierungen und Parlamente der EU-Mitgliedsländer und an die Europäische Union, gegen die Schandurteile zu protestieren: Menschenrechte und Gerechtigkeit sind unteilbar, dies muss auch für die Institutionen der USA gelten. Am 5. Oktober gibt´s eine Demonstration in Wien.

Demo Aufruf

Flugblatt deutsch

Flyer english

Aufruf des Internationalen Komitees für die Freiheit der Cuban Five

 Liebe Unterstützer der Cuban Five,

Am kommenden 12. September ist der 10. Jahrestag der ungerechten Verhaftung und Inhaftierung der Cuban Five. Es wird dazu aufgerufen, in der Zeit vom 12.September bis zum 8. Oktober alle möglichen Aktionen durchzuführen, um diesen Anlass zu begehen.
In dem Versuch, innerhalb der USA ein breiteres Publikum zu erreichen, organisiert das Internationale Komitee für die Freiheit der Cuban Five ein wichtiges Konzert in New York City, das wir „Fünf Stars und ein Lied“ nennen.
Das Konzert bietet weltbekannte Latino-Performer einschließlich: Danny Rivera (Puerto Rico), Victor Victor (Dominikanische Republik), Chuchito Valdes (Kuba) und die Puerto Rican Golden Jazz All Stars (U.S.). Danny Rivera stand schon gemeinsam mit Julio Iglesias, Will Smith und Placido Domingo auf der Bühne und hat nach Auftritten im Madison Square Garden und der Carnegie Hall in New York Schlagzeilen gemacht. Die Kompositionen von Victor Victor werden bereits als Klassiker im Erbe der dominikanischen Musik betrachtet.
Der Abend wird von Bill Santiago geleitet, der kürzlich auch die Gala der Latin Grammys moderierte. Wir haben weitere berühmte Persönlichkeiten eingeladen, die in Kürze ihre Teilnahme bestätigen werden.

Es ist uns eine große Ehre, Euch mitzuteilen, dass dieser gemeinsame Auftritt außergewöhnlicher Musiker das erste Konzert in den USA zur Unterstützung der „Cuban Five“ und ihrer Familien darstellt.

Das Konzert wird am Samstag, dem 13. September, von 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr im Auditorium des „Hostos Community College in New York City stattfinden.

Am 10. September werden wir eine Pressekonferenz zur Ankündigung des Konzertes in den US-Medien abhalten und dort die wachsende internationale Unterstützung der „Cuban Five“ bekannt machen.

Obwohl die meisten Künstler ihre Zeit für diese wichtige Sache unentgeltlich zur Verfügung stellen, müssen wir die Kosten für ihre Reise, Unterbringung, den Ausstattungsverleih, für Techniker, Öffentlichkeitsarbeit und viele andere Ausgaben tragen.

Wir rufen Euch dazu auf, uns dabei zu helfen, dieses Konzert zu einem wichtigen Schritt vorwärts auf dem Weg zur Durchbrechung des Schweigens um den Fall der Cuban Five werden zu lassen.

Außer für das Konzert erwarten wir noch erhebliche Kosten in Verbindung mit der Öffentlichkeitskampagne zur Erreichung der verschiedenen U.S.- und ausländischen Medien bei der Forderung der Freiheit für die Cuban Five und für die Erteilung von Visa an die Familienmitglieder der Fünf, denen das Besuchsrecht verweigert wird.

In den vergangenen zwei Jahren hat das internationale Komitee praktisch ohne Mittel gearbeitet. Wir hatten das Glück, dass wir einige Unterstützung von Freunden aus den USA, Spanien und Argentinien erhielten, die uns halfen, unsere Materialien zu veröffentlichen und unsere Anwesenheit bei Ereignissen in aller Welt zu ermöglichen.

Angesichts der ernsten Schwierigkeiten, mit denen unsere fünf Brüder und deren Familien nach einem Jahrzehnt der Ungerechtigkeit konfrontiert werden, bedarf es eines größeren Aufwandes von uns allen.

Wir wissen, dass Ihr in der Vergangenheit Zeit und Mittel in den Kampf zur Befreiung der Fünf investiert habt und Eure Aktivitäten werden von ihnen zutiefst geschätzt. Die Fünf erinnern uns ständig daran, dass ihnen die Solidarität, die sie erhalten, viel Ermutigung und Stärke gibt.

Das internationale Komitee bittet Euch um Hilfe, damit dieses historische Ereignis zu einem Erfolg wird, der nicht übersehen werden kann. Wir denken, dass dieser hochkulturelle Abend zum 10. Jahrestag ihrer Verhaftung ein wichtiger Schritt nach vorn wird zur Durchbrechung des Schweigens um den Fall. Dieses Konzert wird uns eine Möglichkeit bieten, seine Besucher über die Ungerechtigkeit, der unsere fünf Brüder ausgesetzt sind, zu unterrichten.

Schickt uns bitte einen steuerlich absetzbaren Beitrag für das IFCO/Awareness Project und schickt Euren Scheck an:

International Committee for the Freedom of the Cuban Five
P.O. Box 22455
Oakland CA 94609

Für einen Beitrag aus Übersee schreibt bitte an info@thecuban5.org , um Euch über die Art der Überweisung zu informieren.

Wir schätzen Eure Großzügigkeit und danken Euch im Voraus für all Eure Unterstützung und Solidarität in dieser edlen Sache.

Eine kräftige Umarmung
Graciela Ramírez, Clara Sastre und Alicia Jrapko

Internationales Komitee für die Freiheit der Cuban Five
www.thecuban5.org

Deutsch: ¡Basta Ya! (jmb, db)

Obama und das Imperium

aus: http://www.miami5.de/news_08.html

7. August 2008: In seinem Artikel „Obama und das Imperium“ in der gestrigen Ausgabe der angesehenen Internet-Zeitung Dissident Voice [Abweichende Stimme] schreibt der frühere Mitarbeiter im US-Außenministerium William Blum über Obamas Verhältnis zur derzeitigen US-Außenpolitik. Darin heißt es u.a.:
[…] umarmt [Obama] Israel vollständig und unmissverständlich, als wäre es der 51. Staat, ignoriert die Hamas, eine in dem besetzten Gebiet gewählte Regierung, beklagt die Berliner Mauer in seiner kürzlichen Rede in dieser Stadt, erwähnte aber weder die israelische Mauer, während er in Israel war, noch die zahllosen von [US]-Amerika erbauten Mauern, während er in Bagdad war, bezeichnet die venezolanische Regierung von Hugo Chávez als „autoritär“, nicht aber die Regierung von George W. Bush, die dieses Etikett viel eher verdient, spricht mit den üblichen Fehlinformationen und der üblichen Feindseligkeit über Kuba, abgesehen von einer symbolischen Reform bei den Besuchen und Geldüberweisungen [gemeint sind die Besuche und Überweisungen der in den USA lebenden Kubaner]. Aber würde er es je wagen, den empörenden Fall der inhaftierten Cuban Five in seinen häufigen Ausführungen über den Kampf gegen den Terrorismus zu erwähnen?
Damit setzt auch Blum den Fall der Fünf in den Kontext der US-Außenpolitik.
Und dann erfolgt ein Rundumschlag über die US-Außenpolitik der letzten Jahrzehnte und Obamas (wechselnde) Meinungen dazu. Er geht auf den Überfall auf Jugoslawien 1999, darauf wie Carters (und Obamas) Berater Zbigniew Brzezinski 1979 die Sowjet Union nach Afghanistan lockte, den jetzigen Afghanistankrieg, den Irakkrieg, die Machenschaften am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und vieles mehr ein. Unseren Englisch sprechenden Lesern können wir die Lektüre des Artikels nur wärmstens empfehlen .
William Blum ist der Autor von: Killing Hope: US Military and CIA Interventions Since World War 2, [Die Tötung der Hoffnung: Interventionen des US-Militärs und der CIA seit dem 2. Weltkrieg], Rogue State: A Guide to the World’s Only Superpower [Schurkenstaat: Ein Führer zur einzigen Supermacht der Welt], West-Bloc Dissident: A Cold War Memoir,: [Abweichler vom westlichen Block: Erinnerungen an den Kalten Krieg], Freeing the World to Death: Essays on the American Empire. [Die Welt zum Tode befreit: Essays über das amerikanische Imperium].

free the five

Der Präsident des kubanischen Parlaments Ricardo Alarcón sagte neulich, die US-Regierung habe sich im Fall der Cuban Five korrupter Praktiken bedient.
In der Radio- und Fernsehsendung „Mesa Redonda“ [Runder Tisch] betonte er, dass Washington es verabsäumt habe, seinen öffentlichen Verpflichtungen nachzukommen oder diese ignoriert, was im Verhalten aller Beamter der Regierung, die mit dem Fall beschäftigt waren, habe wahrgenommen werden können.
Auch führte er aus, dass die Regierung der Vereinigten Staaten die Tatsachen verdreht habe, und von Anfang an hätten die US-Regierung und alle ihrer Beamten arglistig gehandelt.
Der kubanische Spitzenpolitiker erinnerte daran, dass der 11th Circuit Court of Appeals in Atlanta im vergangenen Juni die Schuldsprüche gegen die Fünf bestätigt habe.
Bei der Gelegenheit hatte das Berufungsgremium die Strafen gegen Fernando (19 Jahre), Ramón (lebenslänglich plus 18 Jahre) und Antonio (lebenslänglich plus 10 Jahre) aufgehoben und den Fall an die Richterin der ersten Instanz Joan Lenard vom Bezirksgericht in Miami-Dade zurückverwiesen. Die Urteile gegen René (15 Jahre) und Gerardo (zweimal lebenslänglich plus 15 Jahre) wurden bestätigt.
Zu den Visumsanträgen von Olga Salanueva und Adriana Pérez, den Frauen von René bzw. Gerardo, erklärte Alarcón, dass Olgas Antrag als „nicht in Frage kommend“ bezeichnet worden sei, weil sie aus jenem Land ausgewiesen worden sei, und im Fall von Adriana habe man gesagt, der Fall würde noch untersucht.
Leonard Weinglass, ein Mitglied des Verteidigerteams und ein in US-Gerichten bekannter Verteidiger des Zivilrechts, erklärte über eine Telefonverbindung, dass die Verteidiger eine neue Anhörung verlangt hätten, da die Entscheidung vom Juni auf irrigen Informationen, purer Fiktion und falschen Handlungsweisen beruhe. Er fügte noch Details des Prozesses hinzu und sagte, er hoffe, dass sich das Gericht innerhalb von Wochen für ein neues Verfahren entscheiden werde.
(Quelle: antiterroristas.cu vom 1. August 2008) aus: http://www.miami5.de/news_08.html

Zur Erinnerung:
René hat am 13. August und Fernando am 18. August Geburtstag. René wird 52 und Fernando wird 44 Jahre alt. Beide würden sich sicher über viele Geburtstagsgrüße freuen. Ihre Adressen finden Sie unter:

http://www.miami5.de/loscinco.html

5 kubanische Antiterroristen seit 10 Jahren in US-Polithaft

Gegen die Republik Kuba führen seit dem Sieg der Revolution über die Batista-Diktatur im Jänner 1959 alle bisherigen Regierungen der USA gemeinsam mit terroristischen Organisationen von Exilkubanern in Miami einen diplomatischen, medialen und wirtschaftlichen Krieg, begleitet von Terror- und Sabotageaktionen, die bisher das Leben von 3.478 KubanerInnen gefordert haben. US-Präsident G.W.Bush erklärte Kuba zum Schurkenstaat, der die Sicherheit der USA gefährde und den internationalen Terrorismus unterstütze.

Zur frühzeitigen Aufdeckung und Abwehr terroristischen Aktionen gegen Kuba haben 5 kubanische Patrioten die konterrevolutionären Organisationen von Exilkubanern unterwandert und umfangreiches Beweismaterial über geplante Terroraktionen gesammelt. Damit konnten mindestens 170 Anschläge auf kubanische Institutionen und Persönlichkeiten verhindert werden.

1998 übergab die kubanische Regierung dieses Material an den FBI und US-amerikanischen Medien in der Erwartung, dass die US-Behörden weitere Terroraktionen unterbinden und gegen die Terrororganisationen in Miami gerichtlich vorgehen werden. Die Bush-Regierung, die sich als führende Macht im Kampf gegen den Terrorismus brüstet, ist nicht gegen die Miami-Terroristen vorgegangen, sondern ließ am 12.September 1998 die 5 kubanischen Antiterroristen festnehmen und einen Prozess gegen sie inszenieren.

Im Dezember 2001 wurden die 5 Kubaner in Miami zu langjährigen Haftstrafen für Verbrechen, die sie nie begangen haben, für „Verschwörung und Spionage“ bzw. für „Verschwörung zum Mord“ verurteilt:
Gerardo Hernandez zu 2mal lebenslänglich plus 15 Jahren
Ramon Labanino zu lebenslänglich plus 18 Jahren
Antonio Guerrero zu lebenslänglich plus 10 Jahren
Fernando Gonzalez zu 19 Jahren
Rene Gonzalez zu 15 Jahren.

Am 5.Juni 2008 bestätigten die Bundesrichter im 2. Berufungsverfahren in Atlanta die Urteile über Gerardo Hernandez und Rene Gonzalez. Die Strafen für die 3 anderen Kubaner wurden an das Gericht in Miami für ein neues Urteil zurück verwiesen. Wir wissen: in Miami bestimmen die Contras das Geschehen.

Das „Komitee-Austria FREE THE FIVE“ wird solange auf diesen Justizskandal hinweisen, bis den 5 Antiterroristen Gerechtigkeit widerfährt und sie frei gelassen werden. Wir appellieren an die Regierungen und Parlamente der EU-Mitgliedsländer und an die Europäische Union, gegen die Schandurteile zu protestieren: Menschenrechte und Gerechtigkeit sind unteilbar, dies muss auch für die Institutionen der USA gelten.

Kontakt: Komitee-Austria “FREE THE FIVE”, www.cuba.or.at b.oftner@aon.at

U.S.-amerikanische Persönlichkeiten sprechen sich für humanitäre Visa für Olga und Adriana aus

 aus:www.miami5.de Antiterroristas.cu, 16. Juli 2008

Gayle McLaughlin, Bürgermeisterin von Richmond, Kalifornien:
„Ich habe dringend darum gebeten und werde das Außenministerium weiter darum bitten, die humanitären Visa für Adriana Pérez und Olga Salanueva zu gewähren, damit sie ihre jeweiligen Ehemänner Gerardo Hernández und René González in U.S.-Gefängnissen besuchen können.
Es gibt keinen zu rechtfertigenden Grund dafür, diesen Familien das Besuchsrecht zu verweigern, und es ist ein Verstoß gegen ihre humanitären Grundrechte, es doch zu tun.

Gayle McLaughlin
Oberst der U.S.-Armee, i.R., Larry Wilkerson

Wenn es nur etwas Menschenfreundlichkeit in der derzeitigen U.S.-Führung gibt, wenn es dort tatsächlich irgendeine Anerkennung der Würde des einzelnen Menschen gibt, dann muss es eine Anerkennung dessen geben, dass diesen Frauen, Adriana Pérez und Olga Salanueva, erlaubt sein sollte, ihre Ehemänner zu besuchen.
Dies ist eine einfache Menschenfreundlichkeit. Es ist schwierig für mich zu glauben, dass es solche Menschenfreundlichkeit in Amerikas Führung nicht mehr gibt.
Und überhaupt, warum haben wir Angst vor zwei Frauen, die nach einem Jahrzehnt der Trennung ihre Ehemänner wiedersehen möchten?

Larry Wilkerosn
Havanna, Kuba, 16. Juli (acn) Das Internationale Solidaritätskomitee mit den fünf kubanischen antiterroristischen Kämpfern, die unrechtmäßig in den Vereinigten Staaten gefangen gehalten werden, bat am Dienstag das US-Außenministerium dringend darum, Adriana Pérez und Olga Salanueva, den Ehefrauen von Gerardo Hernández und René González – zwei der Cuban Five, als die sie international bekannt sind, Visa zu gewähren.

Während einer Pressekonferenz in Havanna beklagte Graciela Ramírez, die Präsidentin des Komitees, dass die U.S.-Regierung die Familienbesuche der Cuban Five in einem eindeutigen Verstoß gegen U.S.- und internationale Gesetze, die diese Art der Besuche auf monatlicher Basis beinhalten, behindere.
Olga und Adriana wurden bei 8 Gelegenheiten die Visa verweigert und beim letzten Mal im vergangenen September 2007, neun Jahre nach der Inhaftierung von Gerardo, René, Antonio Guerrero, Ramon Labañino und Fernando González, antikubanische Extremistengruppen in Südflorida infiltrierten, die Terroranschläge gegen Kuba organisiert und ausgeführt haben.
Zu der weitergehenden internationalen Kampagne für die Freilassung der Cuban Five gehört, dass eine Internationale Kommission für das Recht auf Familienbesuche Postkarten mit Fotos der beiden Paare an die U.S.-Außenministerin Condoleezza Rice schickt, damit beiden Frauen Visa für den Besuch ihrer Ehemänner gewährt werden.

Die Kommission besteht aus über 100 Persönlichkeiten aus 27 Ländern. Ihr gehören Nobelpreisträger wie Rigoberta Menchu und Adolfo Esquivel als auch die frühere französische First Lady Danielle Mitterand an.
Die internationale Kampagne besteht aus Aktionen in 15 Städten in 12 US-amerikanischen Staaten sowie in Ländern wie unter anderen Deutschland, Peru, Italien und der Schweiz.

Deutsch: ¡Basta Ya! (jmb, db)